"Die Trendwende geschafft"

Deutsche Bahn 2016 wieder mit positivem Betriebsergebnis

+
Die Bahn verdient wieder Geld. 2015 hatte die Bahn noch einen operativen Verlust von 154 Millionen Euro verbucht. Foto: Roland Weihrauch

Die Deutsche Bahn hat nach Ansicht ihres Vorstandschefs Rüdiger Grube die Trendwende geschafft. Das Betriebsergebnis war 2016 wieder positiv. Das Projekt "Zukunft Bahn" erklärt Grube zur Chefsache.

Berlin (dpa) - Nach einem Verlustjahr ist die Deutsche Bahn 2016 wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der bundeseigene Konzern erzielte einen Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,8 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Rüdiger Grube bekanntgab.

Das Unternehmen habe damit "die Trendwende geschafft". Das Ergebnis liegt auf dem Niveau von 2014. Das detaillierte Zahlenwerk für das vergangene Jahr wird die Bahn-Spitze im März vorlegen.

2015 hatte der Konzern noch einen operativen Verlust von 154 Millionen Euro verbucht. Unterm Strich musste er damals sogar ein Minus von 1,31 Milliarden Euro ausweisen. Das lag vor allem an Abschreibungen auf den Schienengüterverkehr.

Beim Service- und Qualitätsprogramm "Zukunft Bahn" komme man gut voran, sagte Grube. So seien weniger Züge verspätet unterwegs gewesen. Im Fernverkehr sei der Anteil pünktlicher Züge von 74,4 Prozent (2015) auf 78,9 Prozent gestiegen. Das selbstgesteckte Ziel von 80 Prozent wurde damit allerdings verfehlt.

Im Regionalverkehr lag die Pünktlichkeitsquote bei 94,8 Prozent (Vorjahr: 94,2 Prozent) und im Güterverkehr bei 76,0 Prozent (Vorjahr: 72,8 Prozent). Nach der Definition der Bahn ist ein Zug noch pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten zu spät ankommt.

Grube kündigte an, künftig außer dem Bereich Digitalisierung auch die Federführung des Programms "Zukunft Bahn" zu übernehmen. Bis Ende 2016 war dafür der ausgeschiedene Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer zuständig. In einer Sondersitzung des Aufsichtsrats am 30. Januar soll Grubes Dienstvertrag verlängert werden, wie das Gremium im Dezember mitgeteilt hatte. Grube bleibt voraussichtlich bis Ende 2020 Vorstandsvorsitzender.

Für die Koordination aller Digitalisierungsprojekte wird bei der Bahn demnächst einen "Chief Digital Officer" verantwortlich sein. Den neuen Posten besetzt am 1. April Stefan Stroh, der zuletzt in der Management-Beratung bei PwC Strategy tätig war.

Pressemitteilungen Deutsche Bahn

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Die neuen Eyeliner-Varianten

Die neuen Eyeliner-Varianten

Holz- oder Steinhaus - Wo liegen die Stärken?

Holz- oder Steinhaus - Wo liegen die Stärken?

Bauernhofquiz in Oerdinghausen

Bauernhofquiz in Oerdinghausen

Landesmeisterschaft im Dressur- und Springreiten in Verden 

Landesmeisterschaft im Dressur- und Springreiten in Verden 

Meistgelesene Artikel

Angebot bei Edeka sorgt für Aufregung - geht der Konzern mit diesem Tiefpreis zu weit?

Angebot bei Edeka sorgt für Aufregung - geht der Konzern mit diesem Tiefpreis zu weit?

Neuer Lidl-Rückruf: Achtung! Hersteller warnt vor gefährlichen Bakterien

Neuer Lidl-Rückruf: Achtung! Hersteller warnt vor gefährlichen Bakterien

Kunde freut sich auf Pizza „Grande“ und erlebt herbe Enttäuschung

Kunde freut sich auf Pizza „Grande“ und erlebt herbe Enttäuschung

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.