Rekordstrafe

Defekte Airbags: Zulieferer Takata muss Millionenstrafe zahlen

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Anthony Foxx von der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bei Verkündung der Rekordstrafe.

Washington - Die USA ziehen den japanischen Zulieferer Takata wegen mangelnder Kooperation im Skandal um defekte Airbags zur Rechenschaft. Gegen das Unternehmen ist ein Bußgeld von 200 Millionen Dollar (183 Mio Euro) verhängt worden.

Im Skandal um defekte Airbags erhält der japanische Autozulieferer Takata in den USA eine Rekordstrafe von bis zu 200 Millionen Dollar (182 Millionen Euro). Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erklärte, dass Takata auf jeden Fall 70 Millionen Dollar wegen des gefährlichen Konstruktionsfehlers bei Airbags zahlen müsse. Weitere 130 Millionen Dollar würden fällig, sollte das Unternehmen die Auflagen der NHTSA nicht erfüllen.

Allein in den USA werden sieben Todesfälle und fast hundert Verletzte mit den defekten Airbags in Verbindung gebracht. Die in Millionen von Fahrzeugen eingebauten Luftkissen können wegen eines Fehlers im Gasgenerator in Sekundenbruchteilen platzen und durch heiße Metallteile Fahrer und Beifahrer verletzen oder gar töten.

Die US-Behörde wirft Takata vor, unzureichend und fehlerhaft über den Defekt informiert zu haben. Die NHTSA wies zwölf Autobauer an, ihre Rückrufaktionen von mit den problematischen Luftkissen ausgestatteten Fahrzeugen zu beschleunigen. In Autos der höchsten Risikogruppe müssen die Airbags demnach bis März 2016 ausgetauscht werden. Bis spätestens 2019 müssen alle Autos in die Werkstätten gerufen worden sein. "Niemand verdient, dass in seinem Auto ein explodierender Airbag eingebaut ist", erklärte NHTSA-Chef Mark Rosekind.

Mit dem Vergleich hat Takata die zivilrechtliche Auseinandersetzung mit der Verkehrssicherheitsbehörde beigelegt. Es handelt sich nach Angaben des US-Verkehrsministeriums um die höchste Strafe, die von der NHTSA je verhängt wurde. Dem Unternehmen drohen allerdings noch strafrechtliche Konsequenzen, eine entsprechende Untersuchung des Justizministeriums dauert an. Damit könnte sich die Gesamtstrafe weiter erhöhen.

AFP/dpa

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