DB Schenker und Paketdienst GLS arbeiten europaweit zusammen

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Bewegung im europäischen Logistik-Markt: Die Kunden von DB Schenker fordern mehr Angebote für den Transport und die Auslieferung von Paketen. Mit Hilfe einer Kooperation will die Bahn-Tochter die Kundenwünsche erfüllen. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

Hamburg (dpa) - Die Bahn-Tochter DB Schenker und der Paketdienst GLS arbeiten künftig europaweit beim Transport und der Zustellung von Paketen zusammen.

DB Schenker schließe damit vor allem auf Drängen der Kunden eine Lücke in seinem Leistungsangebot, sagte Vorstand Ewald Kaiser. "Europaweit wächst der Markt für Pakettransporte schneller als für Stückgut", sagte Kaiser. "Und daran wollen wir einen Anteil."

Bislang befördert die Bahn-Tochter jährlich 35 Millionen Pakete und erreicht damit 200 Millionen Euro Umsatz; bis zum Jahr 2020 sollen es 500 Millionen Euro sein. Die beiden Unternehmen hatten die strategische Partnerschaft bereits im vergangenen September beschlossen. In Deutschland beginnt die Zusammenarbeit bereits in diesem Monat, es folgen die Benelux-Länder, Frankreich und Spanien. "Bis Ende 2017 sollen alle europäischen Länder in der Kooperation erfasst sein", sagte GLS-Chef Rico Back.

Die Kooperation richtet sich auch auf den Markt mit dem Endverbraucher (B2C), also Internet-Handel und E-Commerce mit Konsumartikeln. Dieser Bereich wächst jährlich um zweistellige Prozentraten. Beide Unternehmen bedienen aber vorwiegend gewerbliche Kunden (B2B); auch die versenden viele Pakete untereinander. Mit der Zusammenarbeit sollen diese Kunden ein europaweites Standardprodukt erhalten. GLS, eine Auslandstochter der britischen Royal Mail mit Sitz in den Niederlanden, hat europaweit rund 600 Standorte und 220 000 Kunden und wird den Transport der Pakete auf der "letzten Meile" übernehmen, also die Zustellung an den Endkunden.

Mitteilung DB Schenker/GLS

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