Ruiniert Trump die deutsche Börse? 

Dax rutscht ab: Strafzölle nur ein Grund von vielen

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Dax verliert Punkte 

Die deutsche Börse bleibt vom Handelsstreit zwischen USA und China nicht verschont. Aber auch andere Faktoren sorgen für schlechte Werte.

Frankfurt/Main - Der Dax muss am Dienstag nach Ostern einmal mehr um die 12.000 Punkte kämpfen. Sorgen vor einem weiter schwelenden Handelsstreit zwischen den USA und China drückten den Leitindex am Vormittag bis auf 11.913 Punkte. Dann aber zeigte er sich etwas davon erholt, weil sich auch an den US-Börsen eine Stabilisierung abzeichnete. Zuletzt gab der Dax noch um 0,62 Prozent auf 12.021,66 Punkte nach.

Als wichtigster Grund für die Verluste gilt, dass China als Reaktion auf die von den USA verhängten Zölle einige US-Einfuhren mit höheren Abgaben belegen will. Die Auswirkungen davon gelten zwar als nicht übermäßig groß, nährten aber die Sorgen von einer weiteren Zuspitzung des Handelsstreits.

Kursverluste im TecDax

Der MDax der mittelgroßen Werte fiel am Dienstag um 0,88 Prozent auf 25.365,04 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax 1,25 Prozent auf 2463,21 Zähler einbüßte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,39 Prozent auf 3348,51 Zähler bergab.

Der Rutsch der US-Technologiewerte machte sich auch bei europäischen Branchenvertretern negativ bemerkbar. Im Halbleiterbereich sorgte ein Bericht für Verkaufsdruck, wonach Apple von 2020 an eigene Prozessoren in seinen Mac-Computern einsetzen will.

Im Dax wurden die Infineon-Papiere mit etwa 1,7 Prozent Minus in Mitleidenschaft gezogen. Im TecDax setzten die Aktien des Chipherstellers Dialog Semiconductor ihre jüngste Talfahrt nochmals um 3,5 Prozent fort. Sie erreichten ihr tiefstes Niveau seit 2014.

Der deutlichste Gewinner im Dax waren am Nachmittag die Eon-Aktien mit mehr als einem Prozent Plus. Versorgerwerte gehörten am Dienstag im schwachen Marktumfeld europaweit zu den stabilsten Branchen.

Aktien der Deutschen Bank auf Talfahrt

Die Aktien derDeutschen Bank dagegen blieben mit etwa 1,6 Prozent auf Talfahrt. Bei dem Bankhaus reißen die Diskussionen um den Chef nicht ab. Die Unsicherheiten haben die Aktien seit Jahresbeginn in etwa ein Drittel an Wert gekostet. Mit dem neuerlichen Abschlag nähern sich die Papiere ihrem tiefsten Stand seit November 2016.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,31 Prozent am vergangenen Donnerstag auf 0,33 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,05 Prozent auf 140,42 Punkte. Der Bund-Future legte knapp um 0,01 Prozent auf 159,38 Punkte zu. Für den Euro wurden zuletzt 1,2301 US-Dollar bezahlt. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) am Gründonnerstag auf 1,2321 Dollar festgesetzt.

dpa

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