Praktikum ist kein Job-Garant

Daimler wehrt sich gegen Flüchtlings-Forderung

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"Alle sozialen Aufgaben bei der Wirtschaft abzuladen, das kann nicht funktionieren", sagt Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth. 

Stuttgart - Daimler-Personalchef Wilfried Porth wehrt sich gegen die Forderung aus der Politik, mehr Flüchtlinge einzustellen.

"Alle sozialen Aufgaben bei der Wirtschaft abzuladen, das kann nicht funktionieren", sagte der Daimler-Vorstand der Deutschen Presse-Agentur. Die Unternehmen und ihre Mitarbeiter sicherten maßgeblich den Wohlstand in vielen Regionen Deutschlands.

Unter anderem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte mehrfach mehr Engagement von Dax-Konzernen gefordert. "Wir müssen die deutsche Wirtschaft in der ganzen Breite dazu bringen, Flüchtlinge beruflich zu integrieren und ihnen Möglichkeiten zu geben, in ihre Ausbildung zu investieren", entgegnete Porth. "Wir müssen uns überlegen, wie wir die Flüchtlinge im Land und bezüglich der vorhandenen Arbeitsplätze verteilen."

Daimler hat vor gut einem Jahr Brückenpraktika für Flüchtlinge eingeführt. Die Praktika sind allerdings kein Garant für einen Job bei dem Autohersteller, sondern sollen den Flüchtlingen helfen, überhaupt Arbeit zu finden. Eingestellt hat Daimler bislang weniger als 100 Flüchtlinge. Die Personaler verweisen allerdings darauf, dass das Merkmal bei der Einstellung nicht speziell erhoben werde.

"Wir können nicht an den Zeitarbeitern, die zum Teil schon länger für uns arbeiten, vorbei Flüchtlinge auf breiter Basis einstellen", begründete Porth. Der Konzern beschäftigte zuletzt 5500 Zeitarbeiter, rund 6500 seien seit 2005 übernommen worden.

dpa

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