Bericht im Wall Street Journal

Commerzbank unter Geldwäsche-Verdacht?

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Eine Commerzbank-Filiale in Köln.

New York - Die US-Justiz ermittelt einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen die strengen Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung gegen die Commerzbank.

Die US-Justiz ermittelt einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge wegen mutmaßlichen Verstoßes gegen die strengen Vorschriften zur Geldwäschebekämpfung gegen die Commerzbank. Die Untersuchung könnte eine gütliche Einigung gefährden, die das Geldinstitut in einem anderen Verfahren anstrebt, wie die Zeitung am Samstag berichtete. Dabei geht es um Verstoß gegen die US-Sanktionen gegen Iran und Sudan. Die Commerzbank war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die US-Ermittler untersuchten Vorwürfe, die Commerzbank habe zu laxe Kontrollen gehabt, um Geldwäsche aufzudecken und zu verhindern, berichtete das "Wall Street Journal". Dies habe sich in den vergangenen Tagen zum "Knackpunkt" für die Einigung beim Thema Sanktionsverstöße erwiesen. Die Commerzbank sei hier kurz vor dem Abschluss gewesen und sollte mehr als 600 Millionen Dollar (470 Millionen Euro) Strafe zahlen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Quellen.

Die US-Justiz erwäge nun, beide Fälle zusammenlegen. Dies könne eine Einigung deutlich verzögern und "hunderte Millionen Dollar" teurer für die Bank werden, berichtete das "Wall Street Journal". Die Ermittlungen wegen Sanktionsverstößen betreffen eine ganze Reihe europäischer Banken. Die französische Großbank BNP Paribas hatte im Juni eine Strafzahlung von 8,9 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro) akzeptiert - die höchste Strafe, die je einer ausländischen Bank in den Vereinigten Staaten auferlegt wurde.

AFP

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