Gewinn sinkt

SAP hebt Ausblick nach starkem Quartal an

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Die Investitionen in Cloud-Rechenzentren kosten SAP nach wie vor viel Geld. Foto: Uwe Anspach

Die Geschäfte laufen so gut, dass der Softwarekonzern SAP sich nun noch etwas mehr vom laufenden Jahr erwartet als bisher. Hohe Kosten drücken aber weiter auf den Gewinn.

Walldorf (dpa) - Nach einem starken zweiten Quartal wird Europas größter Softwarehersteller SAP optimistischer und hebt seinen Ausblick für das laufende Jahr leicht an.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum zog der Umsatz überraschend stark um 10 Prozent auf 5,78 Milliarden Euro an, wie SAP heute mitteilte. Angesichts hoher Kosten für Restrukturierung und die aktienbasierte Vergütung bleibt der Gewinn dagegen weiter deutlich unter den Vorjahreswerten. Für das zweite Halbjahr plant SAP einen Aktienrückkauf.

Das starke Wachstum von April bis Juni kam im Wesentlichen aus der Cloudsoftware zur Miete aus dem Internet, aber auch aus dem angestammten Lizenzverkauf. Beim Cloud-Geschäft wird die Software auf Servern im Internet zur Verfügung gestellt und nicht mehr auf einzelnen Rechnern beim Kunden installiert. Dieses Segment gewinnt immer mehr an Bedeutung, der Umstieg kostet SAP aber auch noch immer viel Geld. Der Konzern investiert weiter viel in Rechenzentren, um Kunden passgerechte Cloudsoftware anbieten zu können.

Der Konzern rechnet beim Produktumsatz nun mit 6,5 bis 8,5 Prozent Anstieg, nach 6 bis 8 Prozent bislang. Erwartet wird am Ende eine Spanne zwischen 23,3 und 23,7 Milliarden Euro.

Der Gewinn sank unter dem Strich um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitarum auf 666 Millionen Euro. Weil der SAP-Aktienkurs stark gestiegen ist, kostet die aktienbasierte Vergütung von Managern und Beschäftigten den Konzern mehr Geld. Zudem beschäftigt SAP deutlich mehr Mitarbeiter als vor einem Jahr. Zuletzt waren es gut 87 100 - nach knapp 80 000 Mitte 2016.

Die gute Kassenlage will SAP im zweiten Halbjahr nutzen, für bis zu 500 Millionen Euro eigene Aktien zurückzukaufen. Das Wachstum sei stark und dem Konzern fließe viel Geld zu, sagte Finanzchef Luka Mucic. SAP hatte mehrfach angedeutet, dass der Schuldenabbau nach der milliardenschweren Concur-Übernahme 2014 vorankommt und der Konzern sich derzeit keine weiteren großen Zukäufe leisten will.

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