Citigroup: Aufregung um neuen Mega-Bonus

New York - Ein mögliches 100-Millionen-Dollar-Gehalt für einen Händler des massiv staatlich gestützten US-Finanzkonzerns Citigroup sorgt für Wirbel.

Und das ausgerechnet kurz bevor US-Banken dem neuen Gehaltsbeauftragten der amerikanischen Regierung ihre Pläne für Top-Vergütungen vorlegen müssen. Der Chef der Energie- und Rohstoff-Handelssparte der Citigroup habe bereits mit seiner Kündigung gedroht, wenn sein Riesen-Bonus nicht ausgezahlt werde, berichtete das “Wall Street Journal“.

Der Bereich fährt für die zu den größten Verlierern der Finanzkrise zählende Bank überdurchschnittlich hohe Gewinne ein. Die Citigroup ist damit in der Zwickmühle. Zahlt sie das Mega- Gehalt aus, riskiert sie einen öffentlichen Skandal und einen schweren Konflikt mit der Regierung. Ein Gehaltsstreit mit dem Händlerchef und seinem Team könnte die Bank aber teuer kommen - und bei einer Kündigung des Star-Traders hohe Gewinne kosten.

Der Händler hatte bereits 2008 mehr als als 100 Millionen Dollar (70 Mio Euro) erhalten. Für 2009 könnte der Bonus angesichts guter Geschäfte seiner Sparte wieder so hoch ausfallen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Insider. Die Citigroup wurde vom US-Steuerzahler bisher mit 45 Milliarden Dollar an direkten Hilfen und mehr als 300 Milliarden Dollar an Garantien gestützt. Bis Mitte August müssen die sieben größten vom Staat gestützten US-Banken dem Gehaltsbeauftragten des Finanzministeriums ihre Pläne vorlegen. 

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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