Weltweite Besorgnis

China: Zentralbank kann Verluste nicht stoppen

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Chinas Konjunktur sorgt seit Längerem weltweit für Besorgnis.

Shanghai - Die Bemühungen der chinesischen Zentralbank zur Ankurbelung der Wirtschaft haben die Kursverluste an den Börsen nicht stoppen können.

Im chinesischen Shanghai schloss der Leitindex Shanghai Composite am Mittwoch mit 1,27 Prozent im Minus, auch die europäischen Börsen gaben zu Handelsbeginn wieder nach. Der Deutsche Aktienindex (Dax) fiel nach einem deutlichen Plus am Vortag erneut unter die 10.000-Punkte-Marke.

Chinas Notenbank hatte nach Börsenschluss am Dienstag die Zinsen und den Mindestreservesatz an Kapital, das Geschäftsbanken bei der Zentralbank hinterlegen müssen, gesenkt. Dieser Schritt kommt einer umfangreichen Geldspritze für die Wirtschaft gleich, weil mehr Geld für Kredite zur Verfügung steht. Allerdings reichten die Maßnahmen den Anlegern nicht aus.

Seit Juni mehr als 40 Prozent an Wert verloren

In Shanghai startete der Leitindex zwar leicht im Plus, rutschte dann aber doch ins Minus. Zeitweilig verlor er rund drei Prozent und schloss letztlich 1,27 Prozent unter dem Wert vom Vortag. Das Minus fiel damit deutlich moderater aus als in den Vortagen. Seit Mitte Juni hat die Börse in Shanghai mehr als 40 Prozent an Wert verloren. Auch die Börse in Hongkong schloss erneut im Minus, mit einem Verlust von 1,52 Prozent.

Trotz der Maßnahmen der chinesischen Zentralbank blieben weiterhin "Sorgen" um die Lage der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, erklärten Analysten der Saxo Bank. Um den "übermäßigen Pessimismus" zu zerstreuen und Vertrauen wieder aufzubauen, seien in den nächsten Wochen und Monaten weitere Stützmaßnahmen nötig, forderte HSBC-Analyst Frederic Neumann laut Bloomberg.

Zahlreiche Maßnahmen

Chinas Konjunktur sorgt seit Längerem weltweit für Besorgnis. Das Land hatte 2014 mit 7,4 Prozent das schwächste Wirtschaftswachstum seit 1990 verzeichnet. Für das laufende Jahr geht Peking von einem Plus von etwa sieben Prozent aus, Beobachter fürchten aber, dass dies nicht erreicht wird. Die chinesische Zentralbank bemüht sich mit zahlreichen Maßnahmen um ein Ankurbeln der Konjunktur, von Leitzinssenkungen über Geldspritzen für die Banken bis hin zur Abwertung der Landeswährung Yuan.

afp

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