China-Konflikt: Google verschiebt Start von Smartphones

Google hatte sich vor einer Woche nach einem Hackerangriff mit der chinesischen Regierung angelegt.

Peking - Der Konflikt zwischen Google und China verschärft sich: Als Reaktion auf die zunehmende Zensur im Land verschiebt der Internetkonzern die Markt-Einführung von zwei Smart-Phones.

Der US-Internetkonzern Google zieht weitere Konsequenzen aus seinem Streit mit der chinesischen Regierung über die Zensur im Land. Das Unternehmen verschob die eigentlich für Mittwoch vorgesehene Einführung von zwei Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android. Es sei unverantwortlich, die Mobiltelefone “zu diesem Zeitpunkt“ auf den Markt zu bringen, zitierte das “Wall Street Journal“ am Dienstag eine mit der Sache vertraute Person.

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Google hatte sich vor einer Woche nach einem Hackerangriff mit der chinesischen Regierung angelegt. Der US-Konzern will sich nicht länger der Zensur beugen und würde notfalls sein China-Geschäft aufgeben. Damit würden aber auch eine Reihe von Diensten abgeschaltet, auf die die multifunktionalen Handys mit Googles Betriebssystem Android zurückgreifen.

Die Verschiebung trifft auch Googles Partner Samsung und Motorola, die die Geräte herstellen. Besonders Motorola ist dringend darauf angewiesen, ein neues Erfolgsmodell auf den Markt zu bringen, nachdem sich alle Nachfolger des legendären Razr als Flop erwiesen. Der US-Telekomkonzern setzt stark auf sein Droid genanntes Android-Smartphone.

Erst jüngst hatte Google mit dem Nexus One ein eigenes Smartphone auf den US-Markt gebracht. Nach und nach soll das Modell auch andernorts verkauft werden und die Vormachtstellung des beliebten “iPhone“ von Apple brechen.

dpa

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