Jens Weidmann

Bundesbankpräsident warnt die USA vor Handelskrieg

+
Jens Weidmann findet viele Äußerungen aus den USA beunruhigend.

Frankfurt am Main - Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat vor einem Handelskrieg zwischen den USA und der Europäischen Union gewarnt.

"Wenn die Politik Handelsbarrieren errichtet oder einen Abwertungswettlauf anzettelt, gibt es am Ende nur Verlierer", sagte Weidmann den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Mittwochsausgaben). Weidmann, der auch dem Rat der Europäischen Zentralbank angehört, sprach von einer "Vielzahl von beunruhigenden Äußerungen" aus den USA. Jetzt sei es wichtig, "einen kühlen Kopf zu bewahren und mit der amerikanischen Regierung ins Gespräch zu kommen".

Washington solle bedenken, dass China und andere Staaten Asiens bereits jetzt als Handelspartner wachsende Bedeutung für Europa gewonnen hätten, sagte Weidmann. "Das für viele asiatische Länder enttäuschende Nein Trumps zu einem transpazifischen Handelsabkommen fördert die Suche nach Partnerschaften ohne Amerika." Wenn sich die USA "handelspolitisch aus dem Spiel nehmen, werden andere die Lücke füllen".

US-Präsident Donald Trump hatte nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt am 20. Januar per Dekret den Ausstieg seines Landes aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP besiegelt. Er will auch das seit 22 Jahren bestehende nordamerikanische Freihandelsabkommen Nafta mit Kanada und Mexiko neu verhandeln. Daneben droht Trump Unternehmen mit hohen Importzöllen auf Produkte, die außerhalb der USA produziert werden.

afp

Das könnte Sie auch interessieren

Trump: Beziehung zu Russland war "NIEMALS" schlechter

Trump: Beziehung zu Russland war "NIEMALS" schlechter

Holz- oder Steinhaus - Wo liegen die Stärken?

Holz- oder Steinhaus - Wo liegen die Stärken?

Königsschießen in Twistringen 

Königsschießen in Twistringen 

Die neuen Eyeliner-Varianten

Die neuen Eyeliner-Varianten

Meistgelesene Artikel

Angebot bei Edeka sorgt für Aufregung - geht der Konzern mit diesem Tiefpreis zu weit?

Angebot bei Edeka sorgt für Aufregung - geht der Konzern mit diesem Tiefpreis zu weit?

Neuer Lidl-Rückruf: Achtung! Hersteller warnt vor gefährlichen Bakterien

Neuer Lidl-Rückruf: Achtung! Hersteller warnt vor gefährlichen Bakterien

Kunde freut sich auf Pizza „Grande“ und erlebt herbe Enttäuschung

Kunde freut sich auf Pizza „Grande“ und erlebt herbe Enttäuschung

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.