Bundesbank-Präsident Weidmann: Zeit für Griechenland läuft ab

+
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Foto: Arne Dedert

Frankfurt/Main (dpa) - Die Gefahr einer Staatspleite Griechenlands wird nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann größer.

"Die Zeit läuft ab, die Wahrscheinlichkeit, dass keine Lösung gefunden wird, steigt von Tag zu Tag", sagte Weidmann am Montag bei einem Symposium der Bundesbank in Frankfurt. "Es scheint an Einigungsbereitschaft zu fehlen."

Mit kurzfristigen Finanzspritzen sei dem hoch verschuldeten Land nicht zu helfen. "Es muss darum gehen, dass Griechenland auf eigenen Beinen stehen kann - und zwar ohne die Hilfe der Partner. Deshalb ist der Ball ganz eindeutig im Feld der griechischen Regierung", betonte Weidmann.

Athen ringt seit Monaten mit den internationalen Geldgebern von Europäischer Zentralbank (EZB), Internationalem Währungsfonds (IWF) und EU um weitere Hilfsmilliarden. Das aktuelle, bereits verlängerte Hilfsprogramm läuft Ende Juni aus.

Über das Wochenende spitzte sich die Lage im Schuldenstreit nochmals zu. Ein Vermittlungsversuch von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker scheiterte. Der griechische Finanzminister Gianis Varoufakis dringt auf einen Schuldenerlass.

Mehr zum Thema:

Mehr als 90 Tote infolge von Unwettern in Sri Lanka

Mehr als 90 Tote infolge von Unwettern in Sri Lanka

Merkel zum Incirlik-Abzug: "Dann gehen wir da raus"

Merkel zum Incirlik-Abzug: "Dann gehen wir da raus"

21. Westerholzer Flohmarkt

21. Westerholzer Flohmarkt

Vatertag auf dem Weyher Marktplatz

Vatertag auf dem Weyher Marktplatz

Meistgelesene Artikel

Bahn-Fahrkarte oder digitales Ticket: Was wollen Reisende?

Bahn-Fahrkarte oder digitales Ticket: Was wollen Reisende?

Gericht: Sonntagsarbeit bei Amazon nur in Einzelfällen

Gericht: Sonntagsarbeit bei Amazon nur in Einzelfällen

Konkurrenz für dm und Rossmann? Edeka plant Drogeriemarkt-Kette

Konkurrenz für dm und Rossmann? Edeka plant Drogeriemarkt-Kette

G20-Länder verstärken Kampf gegen ausbeuterische Arbeit 

G20-Länder verstärken Kampf gegen ausbeuterische Arbeit 

Kommentare