Bundesagentur will kleine Standorte schließen

Nürnberg/München - Die Bundesagentur für Arbeit will im Zuge ihrer Sparpläne die Präsenz in kleineren Städten reduzieren. BA-Chef Jürgen Weise beteuert, es handle sich nur um "Kleinsteinheiten".

20 von derzeit 1076 Beratungsstellen droht die Schließung, wie BA-Chef Jürgen Weise dem Magazin “Focus“ sagte: “Wenn wir einen Standort schließen, dann reden wir von Kleinsteinheiten.“ Vor allem in ländlichen Regionen könnte die BA ihre eigenen Standorte aufgeben. Stattdessen könnten die Mitarbeiter den Arbeitsuchenden tageweise in angemieteten Räumen zur Verfügung stehen, sagte Weise.

Eine BA-Sprecherin sagte am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa in Nürnberg, dass es zu dem Thema noch keine konkreten Beschlüsse gebe. “Wie genau das aussehen wird, darüber ist noch nicht entschieden. Das sind lediglich Diskussionsgrundlagen.“ Weise betonte erneut, dass die Nürnberger Behörde drastisch sparen müsse. Bis 2015 müsse man schrittweise mit insgesamt 7,5 Milliarden Euro weniger auskommen. Die Mitarbeiter in den Beratungsstellen müssten umdenken und statt der bisherigen Jobvermittlung vermehrt Qualifikationsmaßnahmen gegen den drohenden Fachkräftemangel in die Wege leiten.

dpa

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