Brüderle: Ratingagenturen sollen für Fehlurteile haften

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Rainer Brüderle will sich dafür einsetzen, dass Ratingagenturen künftig für Fehlurteile zur Rechenschaft gezogen werden

Stuttgart - FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle will dafür sorgen, dass Ratingagenturen in Zukunft für ihre Fehleinschätzungen vor Gericht angeklagt werden können. Außerdem soll das US-Monopol gebrochen werden.

Die EU will im Herbst Vorschläge für eine Regulierung der Ratingagenturen präsentieren. Das kündigte EU-Kommisionspräsident José Manuel Barroso am Freitag an. Zwar würden die Agenturen manchmal Risiken vorhersehen, allerdings könnten sie Risiken auch überbewerten, sagte er. Der FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle forderte unterdessen in der “Stuttgarter Zeitung“, die Bewertungsagenturen für Fehler in die Haftung zu nehmen.

Barroso sagte, der Ratingmarkt, der von Standard & Poor's, Moody's und Fitch dominiert wird, würde vom Wettbewerb einer neuen und unabhängigen europäischen Ratingagentur profitieren. Brüderle warb dem Zeitungsbericht zufolge ebenfalls dafür, das “Monopol“ der amerikanischen Unternehmen zu brechen. Die Agenturen hätten “in der Finanzmarktkrise gewaltige Fehler gemacht, ohne irgendwelche Konsequenzen“. Die Folgen zahlten die Steuerzahler.

“Diejenigen, die mit ihrem Urteil derart gravierende weltweite Auswirkungen zu verantworten haben, müssen für das, was sie erklären, ein Stück weit haften“, sagte der FDP-Politiker demnach.

Sie waren die Chefs der FDP

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dapd

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