Zughersteller

Bombardier streicht bis zu 2200 Stellen in Deutschland

+
Das Gelände der Bombardier Transportation in Henningsdorf bei Berlin

Der Zughersteller Bombardier baut in Deutschland massiv Arbeitsplätze ab. Bis zu einem Viertel der Beschäftigten soll gehen.

Hennigsdorf - Der Zughersteller Bombardier Transportation streicht in Deutschland in den nächsten Jahren bis zu 2200 seiner 8500 Arbeitsplätze. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben, wie das Unternehmen am Donnerstag in Hennigsdorf ankündigte. Alle sieben Produktionsstandorte sollen erhalten bleiben. Der Personalabbau verteile sich über alle Werke. Mehrheitlich seien jedoch Görlitz in Sachsen und Hennigsdorf in Brandenburg betroffen.

700 Leiharbeiter betroffen

Geplant ist der Stellenabbau bis 2020. Die genaue Zahl hänge von der Marktentwicklung und dem Auftragseingang ab, hieß es. Unter den bis zu betroffenen 2200 Arbeitsplätzen seien etwa 700 Leiharbeiter.

„Wir müssen uns neu aufstellen“, sagte Deutschlandchef Michael Fohrer. „Mit dieser Aufstellung werden wir Innovationen fördern und uns fit für die Zukunft machen.“ Ziel ist es, die Standorte stärker zu spezialisieren. Aufsichtsratschef Wolfgang Tölsner betonte, die Eckpunkte für den Umbau seien in dem Kontrollgremium einvernehmlich beschlossen worden.

Schon vergangenes Jahr waren 1.430 Arbeitsplätze weggefallen

Bombardier hatte erst im vergangenen Jahr 1430 Arbeitsplätze in Deutschland gestrichen. Der kanadische Bombardier-Konzern steckt wegen Problemen in seinem Flugzeuggeschäft in den roten Zahlen. Die Zugsparte macht dagegen insgesamt zwar Gewinn, die Bilanz der deutschen Landesgesellschaft war jedoch über Jahre negativ. Bereits seit Monaten hatten die Mitarbeiter eine weitere Welle des Personalabbaus befürchtet.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Löws Mut wird nicht belohnt: DFB-Elf droht der Abstieg

Löws Mut wird nicht belohnt: DFB-Elf droht der Abstieg

Fall Chaschukdschi: Pompeos Krisentreffen in Saudi-Arabien

Fall Chaschukdschi: Pompeos Krisentreffen in Saudi-Arabien

EU will neuen Anlauf beim Brexit

EU will neuen Anlauf beim Brexit

Geiselnahme in Köln: Fahnder prüfen Terror-Hintergrund

Geiselnahme in Köln: Fahnder prüfen Terror-Hintergrund

Meistgelesene Artikel

Parken bei Aldi, Lidl und Co., ohne dort einzukaufen: Diese stattlichen Bußgelder drohen Autofahrern

Parken bei Aldi, Lidl und Co., ohne dort einzukaufen: Diese stattlichen Bußgelder drohen Autofahrern

Ein Produkt entzweite die Brüder: ARD-Film gibt seltene Einblicke ins Leben der Aldi-Gründer

Ein Produkt entzweite die Brüder: ARD-Film gibt seltene Einblicke ins Leben der Aldi-Gründer

Aldi, Lidl, Netto und Co.: Neue Studie kürt besten Discounter in Deutschland

Aldi, Lidl, Netto und Co.: Neue Studie kürt besten Discounter in Deutschland

Ärger im Tiefkühlregal: Darum sollen Fischstäbchen deutlich teurer werden

Ärger im Tiefkühlregal: Darum sollen Fischstäbchen deutlich teurer werden

Kommentare