Boeing kämpft mit Problemen bei 737

New York - Die Pechsträhne des Airbus-Erzrivalen Boeing setzt sich fort: Nach andauernden technischen Problemen mit dem 787 Dreamliner, fällt jetzt ausgerechnet der Verkaufsschlager 737 negativ auf.

Teile der Höhenruder können gefährlich vibrieren. “Im März und April hat es zwei Vorfälle gegeben“, sagte eine Firmensprecherin am Mittwoch. “Die Maschinen sind aber sicher gelandet.“ Schuld an den Vibrationen sei die Kontrollmechanik der Höhenruder. Boeing hat deshalb die Fluggesellschaften aufgefordert, die fraglichen Teile verstärkt unter die Lupe zu nehmen.

Betroffen sind 737 der “Next Generation“. Die Weiterentwicklung des Urtyps ist Mitte der 1990er Jahre herausgekommen und heute in ihren diversen Versionen der meistverkaufte Typ aus dem Hause Boeing. In Deutschland setzt Air Berlin derartige Maschinen ein. Weltweit sind nach Angaben der Sprecherin 3200 Flieger in der Luft.

“In all den Jahren hat es nur diese beiden Vorfälle gegeben“, sagte die Sprecherin. Passagiere müssten sich keine Sorgen machen. “Die 737 gehört zu den sichersten Flugzeugen der Welt.“ Boeing arbeite an einer dauerhaften Lösung, um das Problem der Vibrationen ein für allemal in den Griff zu bekommen.

Der kleinste aller aktuell gebauten Boeing-Typen ist der Hauptrivale der A320-Reihe von Airbus. Beide Typen werden vor allem auf kurzen bis mittleren Strecken eingesetzt und sind so etwas wie der VW Golf der Lüfte.

Mittlerweile hat sich auch die US-Luftfahrtbehörde FAA eingeschaltet. Sie kann verschärfte Inspektionen anordnen. Anders als bei den Sicherheitsvorschlägen der Flugzeughersteller sind die Anweisungen der FAA für US-Airlines bindend. Eine Entscheidung der FAA hätte auch Signalwirkung für Luftfahrtbehörden in anderen Ländern.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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