Bis Samstag früh

Das Bodenpersonal streikt - hunderte Flüge in Berlin gestrichen

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Menschenleerer Check-in-Schalter auf dem Flughafen Tegel in Berlin. Foto: Gregor Fischer

Berlin - Für die Passagiere auf Berlins Flughäfen geht am Freitag nicht viel. Das Bodenpersonal streikt für mehr Geld.

Wegen eines Streiks des Bodenpersonals an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld fallen Hunderte Flüge aus. Es seien fast alle Verbindungen betroffen, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg.

Viele Reisende seien vorab darüber informiert worden und gar nicht erst zu den Airports gekommen. Es ist damit zu rechnen, dass der Ausstand auch zahlreiche Besucher der laufenden Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in der Hauptstadt trifft.

455 gestrichene Flüge in Tegel, 204 in Schönefeld

Bisher gebe es keine Streikbrecher, teilte Verdi-Streikleiter Enrico Rümker mit. "Unser Streikaufruf wird von den Beschäftigten befolgt." In einer Urabstimmung vor rund einer Woche hatten sich 98,6 Prozent der Verdi-Mitglieder für den Ausstand ausgesprochen. In Tegel wurden 455 Verbindungen inklusive Frachtflüge gestrichen, in Schönefeld waren es 204.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen ist der andauernde Tarifstreit zwischen Verdi und dem Forum der Bodenverkehrsdienstleister, in dem die an den Flughäfen tätigen Unternehmen organisiert sind. Die Gewerkschaft hatte die rund 2.000 Beschäftigten des Bodenpersonals zum Streik aufgerufen. Er begann am Freitagmorgen um 4.00 Uhr und soll bis Samstag früh um 5.00 Uhr dauern. Auch nach Ende der Arbeitsniederlegungen seien noch Einschränkungen zu erwarten, hieß es bei der Flughafengesellschaft.

Fluggäste der Fluggesellschaften Lufthansa, Eurowings und Air Berlin könnten ihre elektronischen Tickets für Flüge innerhalb Deutschlands in einen Reisegutschein der Deutschen Bahn umwandeln lassen, teilte die Deutsche Bahn mit.

Bereits im Februar war das Bodenpersonal an mehreren deutsche Airports in Warnstreiks getreten.

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