Betrugsverdacht: Munich Re stellt Strafanzeige

München - Der von den Skandalen um seine Tochter Ergo gebeutelte Rückversicherer Munich Re ist offenbar einem Betrüger aufgesessen.

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Das Unternehmen stieß bei internen Honorarprüfungen auf Ungereimtheiten und hat Anzeigen wegen Betrugsverdachts gestellt. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt. Die Anzeigen richten sich laut Munich Re gegen einen externen Dienstleister aus Südeuropa, gegen mehrere ehemalige Mitarbeiter sowie gegen unbekannt, wie eine Konzernsprecherin am Freitag sagte. Der Dienstleister steht demnach in Verdacht, mit falschen Angaben und manipulierten Abrechnungen Geld erschwindelt zu haben. Der Schaden liege vermutlich bei mehr als zehn Millionen Euro für Munich Re. Kunden seien aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht geschädigt worden. Die Zusammenarbeit mit dem Dienstleister, der bereits seit längerem für den Rückversicherer tätig gewesen sein soll, wurde laut Munich Re beendet.

Die Ungereimtheiten wurden nach Unternehmensangaben bei der systematischen Überprüfung von Dienstleistern entdeckt. “Eine umfangreiche interne Sonderprüfung erhärtete den Verdacht auf Betrug“, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns. Die Staatsanwaltschaft München bestätigte, dass die Anzeige bereits Mitte Juni erstattet wurde. Weitere Angaben wurden mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht gemacht.

Munich Re hat seit Wochen mit Skandalen um seine Versicherungstochter Ergo zu kämpfen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen wegen einer Lustreise von Top-Vertretern der ehemaligen Hamburg-Mannheimer nach Budapest. Zudem wurden mehrere Fälle bekannt, in denen Versicherungsvertreter im Interesse einer höheren Provision zum Nachteil der Kunden handelten.

dpa

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