Bericht: Madeleine Schickedanz haftet mit 215 Millionen Euro

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Madeleine Schickedanz

Fürth - Die Insolvenz des Warenhauskonzerns Arcandor kann Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz einem Bericht des “Stern“ zufolge teuer zu stehen kommen.

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Die 65-Jährige hafte mit bis zu 215 Millionen Euro ihres Privatvermögens für Kredite beim Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim, die sie für den Kauf von Arcandor-Aktien aufgenommen habe, berichtete das Hamburger Magazin (Donnerstagsausgabe). Demnach hat Schickedanz am 16. Oktober 2008 alles verpfändet, was ihr in Deutschland persönlich und als Alleineigentümerin gehört. Die Bank ließ sich nach dem Bericht Grundschulden von 215 Millionen Euro in die Grundbücher der Schickedanz-Anwesen eintragen.

Mindestens elf Immobilien und Grundstücke kann die Bank seitdem per Zwangsvollstreckung einziehen und verkaufen, wenn Schickedanz bei Fälligkeit der Darlehen nicht zahlt, heißt es im “Stern“. Darunter seien Immobilien in München, Hamburg, Nürnberg und am Tegernsee. Schickedanz' Elternhaus in Hersbruck sei ebenso verpfändet wie ein kleines Kaufhaus im Zentrum der mittelfränkischen Kleinstadt, das den Grundstein für das spätere Handelsimperium bildete. Der Handelskonzern Arcandor, an dem Schickedanz als Großaktionärin beteiligt ist, leidet seit Jahren unter hohen Schulden, die bereits 2005 und 2008 Rettungsaktionen durch sie und später durch das Bankhaus Sal Oppenheim nötig machten.

Mitte Juli hatte Madeleine Schickedanz gesagt, wenn die Rettung von Arcandor scheitere und die Bankkredite fällig würden, drohe ihr der Verlust ihres gesamten Privatvermögens - “Häuser und Aktien, auch Beteiligungen an anderen Firmen“. Schließlich hafte sie mit ihrem gesamten Vermögen und den Immobilien, die auf ihren Namen eingetragen seien. Sie habe daher begonnen, sich finanziell einzuschränken. Noch 2005 war das Vermögen der Quelle-Erbin auf 1,6 Milliarden Euro geschätzt worden. Allerdings hat Schickedanz, die früher zu den reichsten Deutschen zählte, nach Recherchen des “Stern“ vorgesorgt: Sie übertrug danach das größte Anwesen der Familie, die repräsentative Familienvilla mit Park bei Fürth, zum allergrößten Teil bereits 2005 ihrem Sohn. Schickedanz genieße dort lebenslanges Nutzungsrecht. 

dpa

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