Mehr eingenommen als ausgegeben

Bericht: Gesetzliche Krankenkassen mit Milliarden-Überschuss

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland geben einem Medienbericht zufolge weniger aus als sie einnehmen. Dadurch kam in den letzten Monaten einen Milliarden-Überschuss zustande.

Berlin - Die gesetzlichen Krankenkassen haben ihre Überschüsse nach einem Zeitungsbericht weiter erhöht. Nachdem die 113 Kassen zur Jahresmitte knapp 1,5 Milliarden Euro mehr eingenommen als ausgegeben hätten, sei der Überschuss bis Ende September auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung (Donnerstag). Demnach haben die Allgemeinen Ortskrankenkassen einen Überschuss von 1,1 Milliarden Euro, die Ersatzkassen von mehr als 900 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die Rücklagen aller Krankenkassen seien auf den neuen Rekordwert von mehr als 18 Milliarden Euro gestiegen. Hinzu komme die Finanzreserve des Gesundheitsfonds, die zum Jahresende Fachleuten aus Kassen und Regierung zufolge 8,5 Milliarden Euro betragen solle.

Der Bundesvorsitzende der AOK, Martin Litsch, begründete den hohen Überschuss der Ortskrankenkassen mit einem „starken Versichertenwachstum bei sehr moderatem Ausgabenanstieg“. Franz Knieps, Vorstand des BKK Dachverbandes, warnte, die guten Zahlen für den Gesundheitsfonds und die Gesetzliche Krankenversicherung als Ganzes dürften nicht darüber hinwegtäuschen, wie gefährlich die Situation für viele Kassen sei. „Insgesamt ist genug Geld da, aber es wird falsch verteilt.“ Dringend notwendig sei eine Reform der Finanzverteilung des Gesundheitsfonds.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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