Bericht: Bayern LB will noch im Juni gegen Ex-Vorstände klagen

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An der Zentrale der Bayerischen Landesbank (BayernLB) in München ist das Logo der Bank zu sehen.

München - Die BayernLB will laut einem Zeitungsbericht noch vor Ende Juni Schadenersatzklagen gegen acht frühere Vorstände einbringen.

Unter Berufung auf informierte Kreise berichtete die Tageszeitung “Die Welt“ (Samstag), sieben der acht Ex-Vorstände seien der Bitte des Verwaltungsrates um eine Verlängerung der Verjährungsfrist um sechs Monate nicht nachgekommen. Damit läuft sie Ende Juni aus.

Schon Ende April hatte der Verwaltungsrat beschlossen, dass die Klagen vorbereitet werden sollen. In der nächsten Sitzung am 27. Juni werde das Kontrollgremium deshalb aller Voraussicht nach endgültig grünes Licht für die Klagen geben, berichtet “Die Welt“. Insgesamt gehe es dabei um 200 Millionen Euro. Die BayernLB und das bayerische Finanzministerium äußerten sich zunächst nicht zu dem Bericht.

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Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Michael Kemmer, hingegen habe der Verlängerung zugestimmt. Er ist als Geschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken der einzige aus dem damaligen Führungsgremium, der noch heute eine öffentliche Position bekleidet. Hintergrund der Schadenersatzforderungen ist der 2007 erfolgte Kauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria Group. Die Übernahme endete in einem Milliardenverlust. Die Staatsanwaltschaft hatte die Ex-Vorstände Ende Mai wegen Verdachts auf Pflichtverletzung und Veruntreuung von Bankvermögen angeklagt.

dpa

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