Behörden greifen immer öfter auf Konten zu

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Vertrauenssache Bankgeschäfte - von wegen: Finanzämter und Sozialbehörden überprüfen offenbar immer mehr Konten.

Osnabrück - Finanzämter und Sozialbehörden überprüfen offenbar immer mehr Konten. Die Zahl der Kontenabrufe über das Bundeszentralamt für Steuern ist 2009 um fast 30 Prozent gestiegen.

Dies berichtet die “Neue Osnabrücker Zeitung“, der die aktuellen Zahlen des Bundeszentralamtes vorliegen. Demnach haben die Behörden das automatisierte Kontenabrufverfahren über das Bundeszentralamt im vergangenen Jahr in 43.066 Fällen genutzt.

Das sind fast 10.000 Abfragen oder 28 Prozent mehr als im Jahr 2008, als es noch 33.619 Fälle waren. Im Vergleich zu 2005, als das neue Abrufverfahren eingeführt wurde, hat sich die Zahl der Daten-Zugriffe sogar verfünffacht. Über das Bundeszentralamt für Steuern können Finanz- und Sozialämter, Arbeitsagenturen oder Bafög-Stellen alle Konten eines Bürgers erfragen.

Dabei geht es aber nicht um Kontostände, sondern um die Stammdaten wie Name, Geburtsdatum oder Adresse eines Bankkunden sowie Angaben über weitere Kontoberechtigte. Voraussetzung für eine Abfrage ist immer ein konkreter Verdacht, dass Angaben verschwiegen wurden.

Stellt sich bei der Abfrage heraus, dass Konten nicht angegeben wurden, wird der Betroffene um Aufklärung gebeten. Erhärtet sich der Betrugsverdacht, kann von Banken die Offenlegung von Guthaben und Geldtransfers verlangt werden.

apn

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