BayernLB-Chef für Zerschlagung der Großbanken

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BayernLB-Chef Gerd Häusler

München - BayernLB-Chef Gerd Häusler hat eine Aufspaltung von Großbanken gefordert. Er sagt auch, dass die Banken aus der Vergangenheit und den Fehlern gelernt hätten.

BayernLB-Chef Gerd Häusler hat eine Aufspaltung systemrelevanter Großbanken gefordert. Angeschlagene europäische Banken könnten immer noch nicht abgewickelt werden, ohne die Steuerzahler zu belasten. „Es wäre sinnvoll, das volkswirtschaftlich notwendige Einlagen- und Kreditgeschäft einer Bank von den Teilen des Investmentbankings zu trennen, die nicht das traditionelle Bankgeschäft mit den Kunden unterstützen und in einem Krisenfall abgewickelt werden sollten“, sagte Häusler dem „Handelsblatt“ (Montag). „Wir brauchen einen Instrumentenkasten, mit dem Banken wie andere Unternehmen in einem geordneten Verfahren in die Insolvenz gehen können.“

Die Banker hätten aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt: „Die Kulturwende bei den Banken in Kontinentaleuropa ist unwiderruflich und nachhaltig“, sagte Häusler. Alle Skandale reichten Jahre zurück. Auch die verschärfte Bankenaufsicht „ließe es nicht zu, in der alten Cowboy-Manier weiterzumachen“.

Am deutlichsten sei der Kurswechsel bei Banken wie der BayernLB, die vom Staat gerettet werden mussten. Sie habe den Eigenhandel und Geschäfte wie Schiffsfinanzierung, von denen sie nicht genug verstanden habe, aufgegeben. Um die EU-Auflagen zu erfüllen und bis 2019 fünf Milliarden Euro an den Freistaat zurückzahlen zu können, werde die BayernLB ihre Bilanzsumme auf 200 Milliarden Euro verkleinern, Töchter verkaufen und weiter Personal abbauen, sagte Häusler.

dpa

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