Bayern: Zahl der Insolvenzen steigt

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Wirtschaftskrise treibt immer mehr Firmen in Bayern in die Pleite.

München  - Der massive Auftragsrückgang im Zuge der Wirtschaftskrise treibt immer mehr Firmen in Bayern in die Pleite. Die Zahl der Insolvenzen nimmt zu.

 “In Bayern insgesamt hat die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2008 um 37,85 Prozent zugenommen“, sagte die Leiterin des Insolvenzgerichts am Amtsgericht München , Claudia Tacke. Problematisch seien vor allem Dominoeffekte. An einem insolventen Unternehmen hingen oft viele Lieferanten, Handwerker und Dienstleister, die dann ebenfalls in Schwierigkeiten gerieten.

Dennoch habe sich mit dem seit 1999 gültigen neuen Insolvenzrecht vieles gebessert, sagte Tacke. Die Chancen auf eine Sanierung seien größer geworden. “Ein Insolvenzverwalter hat heute die Möglichkeit, ein Unternehmen besser und schneller zu sanieren, als es einem Management außerhalb einer Insolvenz möglich wäre.“ So sei es möglich, ungünstige Verträge außerordentlich zu kündigen und neu zu verhandeln. “Gleichzeitig erhalten die Mitarbeiter in den ersten drei Monaten Insolvenzgeld, was das Unternehmen weiter entlastet.“

dpa

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