Unternehmen wird international

Rasantes Wachstum bei Agrarhändler Baywa

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Der bayerische Agrarkonzern Baywa steigerte seinen Erlös bis zum September auf 12 Milliarden Euro.

München - Aus dem bayerischen Agrarhändler Baywa ist ein internationaler Konzern geworden: Nach Zukäufen stieg der Erlös des Unternehmens um über fünfzig Prozent auf rund 12 Milliarden Euro.

Der größte europäische Agrarhändler Baywa steuert nach einer Reihe von Übernahmen im Ausland auf einen Rekordumsatz für das Jahr 2013 zu. In den ersten neun Monaten steigerte das Unternehmen die Erlöse bereits um mehr als 50 Prozent auf rund 12 Milliarden Euro. „Wir bleiben auf Erfolgskurs“, sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz am Donnerstag in München. Bis zum Jahresende geht er fest von einem Umsatz in Höhe 15 Milliarden Euro aus und will nach einem Schlussspurt im vierten Quartal auch beim Gewinn neue Bestmarken erreichen.

In den ersten neuen Monaten legte der Gewinn vor Zinsen und Steuern auch dank Sondereffekten durch Immobilienverkäufe um mehr als 40 Prozent auf knapp 178 Millionen Euro zu. Unter dem Strich verdiente die Baywa rund 102 Millionen Euro und damit 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. „Besonders unsere internationalen Agraraktivitäten haben im dritten Quartal das Ergebnis getragen“, sagte Lutz. Damit konnten Rückgänge im Handel mit Baumaterialien mehr als ausgeglichen werden. Lutz sieht das als Beleg dafür, dass die Wachstumsstrategie des Konzerns richtig ist. Sie mache Baywa im wahrsten Sinne des Wortes wetterfester und von regionalen Marktverläufen unabhängiger.

Stark gewachsen ist die Baywa vor allem durch die Übernahme des Getreidehändlers Cefetra in Rotterdam sowie des neuseeländischen Obsthändlers Turners & Growers, mit dem die Baywa zu einem weltweit bedeutenden Anbieter von Kernobst wurde. In diesem Jahr profitierte das Unternehmen von höheren Preisen für Äpfel aus der südlichen Erdhalbkugel, zumal die Apfelernte in Europa später begann.

Gut lief aber auch das Geschäft mit dem Verkauf von Traktoren und anderer Landtechnik sowie mit Heiz- und Kraftstoffen. Schlechter als im Vorjahreszeitraum schnitt hingegen der Handel mit Baumaterialien ab. Im vierten Quartal rechnet Lutz in der Sparte aber mit besseren Geschäften. Erfahrungsgemäß lege im Schlussquartal der Verkauf von Spezialbaustoffen für Ausbauarbeiten an Gebäuden zu.

dpa

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