Wettbewerbshüter prüfen noch

Bayer will Monsanto-Übernahme noch in diesem Jahr

+
Für 66 Millionen Euro will Bayer noch dieses Jahr den US-Saatgutkonzerns Monsanto übernehmen. Foto: Franz-Peter Tschauner/Archiv

Düsseldorf (dpa) - Bayer will noch in diesem Jahr die 66 Milliarden Dollar teure Übernahme des US-Saatgutriesen Monsanto abschließen. "Das ist realistisch", bekräftigte Bayer-Chef Werner Baumann am Montagabend in Düsseldorf.

Der noch ausstehende Genehmigungsantrag bei der EU-Kommission soll deshalb noch in diesem Monat eingereicht werden. Die Gespräche mit den Wettbewerbshütern seien sehr gut und konstruktiv. Dennoch sei eine vertiefte Prüfung des Vorhabens durch die EU-Kommission wahrscheinlich.

Der Bayer-Chef betonte, der Leverkusener Pharma- und Pflanzenschutzkonzern werde den Erwerb von Monsanto nicht dazu nutzen, "gegebenenfalls durch die Hintertüre das genmodifizierte Saatgut in Europa zur regulatorischen Freigabe zu bringen". Bayer gehe davon aus, dass die Diskussion gesellschaftlich abgeschlossen sei. In Europa gebe es mehr Stimmen dagegen als dafür. "Wir haben dazu eine dezidiert andere Meinung. Wir akzeptieren aber selbstverständlich das Votum der Europäischen Gesellschaften."

Baumann räumte ein, dass durch den Megadeal im Pflanzenschutz die Investitionsmöglichkeiten von Bayer in anderen Unternehmensparten zunächst begrenzt seien. Es gebe keine Möglichkeit, in den nächsten Jahren im Pharmabereich eine größere Akquisition zu stemmen. Doch gebe es auch keine Notwendigkeit für hektische Zukäufe in diesem Bereich.

Das könnte Sie auch interessieren

Nur Platz zwei nach Werth-Desaster beim CHIO

Nur Platz zwei nach Werth-Desaster beim CHIO

Türkische Opposition fürchtet weiter Repressionen

Türkische Opposition fürchtet weiter Repressionen

Das sind die acht schönsten Strände am Gardasee

Das sind die acht schönsten Strände am Gardasee

Das Werder-Donnerstagstraining

Das Werder-Donnerstagstraining

Meistgelesene Artikel

Neuerung an der Kasse: Das wird viele Lidl-Kunden freuen

Neuerung an der Kasse: Das wird viele Lidl-Kunden freuen

Ikea-Kunden aufgepasst: Möbel-Riese verschärft das Rückgaberecht

Ikea-Kunden aufgepasst: Möbel-Riese verschärft das Rückgaberecht

Zuckerberg: Darum werden Beiträge von Holocaust-Leugnern auf Facebook nicht entfernt

Zuckerberg: Darum werden Beiträge von Holocaust-Leugnern auf Facebook nicht entfernt

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Diesel-Skandal: Jetzt besteht auch Verdacht gegen Opel

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.