Krankheitsfonds

BASF und Shell: Entschädigung für Mitarbeiter

Sao Paulo - Die brasilianischen Tochtergesellschaften des von BASF und Shell müssen laut Gericht hunderte Millionen in einen Entschädigungsfond für kranke Mitarbeiter zahlen.

382 Millionen Dollar (303 Millionen Euro) müssen die brasilianischen Tochtergesellschaften des deutschen Chemiekonzerns BASF und des Erdölunternehmens Shell müssen in den Fonds für erkrankte Arbeiter einzahlen. BASF SA kündigte in einer Stellungnahme am Montag an, Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen. Das Geld soll möglicherweise mehr als 1.000 Arbeitern zu gute kommen, die bei der Herstellung von landwirtschaftlichen Chemikalien erkrankt sind. Das gesamte nun in den Fonds eingezahlte Geld solle eingefroren werden, bis die Schadensersatzklage der Arbeiter abgeschlossen sei, sagte die Staatsanwaltschaft.

Bereits zuvor hatten zwei Gerichte die Unternehmen zu Zahlungen angewiesen. Allerdings war der Fall dann vor einer höheren Instanz angefochten worden. Richterin Maria Ines Correa Targa warf den Konzernen “verwerfliches Verhalten“ vor und sagte, diese hätten versucht, sich ihren Verpflichtungen zu entziehen. BASF und Shell wiesen dies energisch zurück.

dapd

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