Bares ist Wahres

Die Deutschen zahlen am liebsten bar

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Bar bezahlen ist für die Kunden in Deutschland weiterhin an der Tagesordnung.

Berlin - Die Verbraucher in Deutschland bezahlen ihre Einkäufe immer noch am liebsten bar. Im Durchschnitt, so die Statistiker, haben die Deutschen auch eine Menge Bares im Geldbeutel dabei.

53 Prozent und damit mehr als die Hälfte der Umsätze für Waren und Dienstleistungen beglichen die Deutschen im vergangenen Jahr mit Banknoten und Münzen, wie aus einer am Donnerstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Studie der Deutschen Bundesbank hervorgeht. Ausgenommen sind Dauerzahlungen wie etwa für Mieten. Bezogen auf alle Geldgeschäfte sank der Bargeldanteil allerdings leicht auf 79 Prozent; 2011 lag er noch bei 82 Prozent.

Im Schnitt hat jeder Verbraucher demnach 103 Euro in bar im Portemonnaie - davon 5,73 Euro in Münzen. Bei bargeldlosen Zahlungen greifen die Deutschen bevorzugt zur Girocard, der früheren ec-Karte. Knapp 30 Prozent der Umsätze werden inzwischen damit bezahlt.

Während fast jeder Bürger eine Girocard hat, sind Kreditkarten nach wie vor weniger stark verbreitet. Knapp ein Drittel (32 Prozent) der Befragten geben an, mindestens eine Kreditkarte zu besitzen, wobei der Trend zu mehreren Kreditkarten geht.

Der zunehmende Onlinehandel fördert indes die Nutzung bargeldloser Zahlungsinstrumente. Vor allem spezielle Internetbezahlverfahren gewinnen weiter an Bedeutung. Mobile und kontaktlose Bezahlverfahren haben sich bislang aber noch nicht durchgesetzt. Dies liegt der Studie zufolge an der mangelnden Akzeptanz im Handel, aber auch an der fehlenden Ausstattung und den Sicherheitsbedenken der Kunden.

So ist die Hälfte der Verbraucher bei der Wahl der Zahlungsinstrumente nach wie vor festgelegt: 33 Prozent zahlen nach eigenen Angaben immer bar, 17 Prozent möglichst mit Karte oder anderen bargeldlosen Methoden. Kurzfristige Änderungen der Zahlungsgewohnheiten sind laut Bundesbank derzeit nicht zu erwarten. Allerdings könnte künftig von den an Internet und Smartphone gewöhnten Generationen ein Wandel im Zahlungsverhalten ausgehen. Gerade die 18- bis 24-Jährigen zeigten sich offen für innovative Bezahlverfahren.

Das Marktforschungsinstitut Marplan befragte im Auftrag der Bundesbank von Mai bis Juli 2014 mehr als 2000 Verbraucher. Die Befragten dokumentierten zudem eine Woche lang ihre Ausgaben. Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen wie Mieten, Versicherungsbeiträge oder Telefonrechnungen), die im Allgemeinen per Überweisung oder Lastschrift beglichen werden, wurden nicht berücksichtigt.

AFP

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