Bahn will trotz Bau-Offensive pünktlicher werden

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Die Bahn hat sich zum Ziel gesetzt, dass 80 Prozent der Fernzüge pünktlich sind - im vergangenen Jahr waren es knapp 75 Prozent. Foto: Arno Burgi

Berlin (dpa) - Die Bahn will im deutschen Schienennetz mehr bauen und dennoch pünktlicher werden. Ein Pilotversuch soll deshalb zeigen, wie durch bessere Planung Baustellen den Fahrplan weniger durcheinander bringen.

Dazu wurden kürzlich 17 geplante oder laufende Bauvorhaben für eine Woche ausgesetzt, um an den Beispielen herauszufinden, wie man effizienter planen und bauen kann. Das sagte ein Bahnsprecher am Freitag. Er bestätigte damit Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers". "Es steht jedoch nicht zur Diskussion, dass wir Baumaßnahmen in Größenordnungen nicht stattfinden lassen", sagte der Sprecher.

Die Bahn will in diesem Jahr 5,5 Milliarden Euro in ihr Schienennetz stecken und muss dazu in Spitzenzeiten bis zu 850 Baustellen gleichzeitig koordinieren, um etwa Schienen, Schwellen, Schotter und Brücken zu erneuern. Zugleich hat sie sich zum Ziel gesetzt, dass 80 Prozent der Fernzüge pünktlich sind - im vergangenen Jahr waren es knapp 75 Prozent.

Den Pilotversuch ließ sich die Bahn nach Konzernangaben einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag kosten, der sich aus Strafzahlungen an Baufirmen und nicht abgerufenen Bundesmitteln ergibt. Die Ergebnisse werden nun ausgewertet. Der Sprecher betonte, die Bahn stehe durch Vereinbarungen mit dem Bund in der Pflicht, sowohl den Investitionsstau aufzulösen und das eingeplante Geld zu verbauen als auch pünktlicher zu werden.

Bahn-Pressemitteilungen

Bahn zu Bauvorhaben 2016 (vom Februar)

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