Bahn peilt fünf Millionen Bahncard-Kunden an

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Berthold Huber, Vorstand der Deutschen Bahn für Fernverkehr hält in Berlin bei einer Pressekonferenz eine Bahncard First 100. Die Bahncard feiert das 20-jährige Jubiläum am 01.10.1992 war die Karte zum ersten Mal erhältlich.

Berlin - Noch in diesem Jahr soll die Zahl der Bahncard-Kunden auf fünf Millionen steigen. Das kündigte der Chef der Fernverkehrssparte, Berthold Huber, am Donnerstag anlässlich des 20. Jahrestags der Bahncard an.

Zurzeit besitzen demnach 4,8 Millionen Menschen eine der Bahncard-Varianten, mit denen man billiger Zug fahren kann. In Zukunft sollen die Möglichkeiten der Bahncard ausgebaut werden, damit sie auch mit Smartphones besser genutzt werden kann.

Die erste Bahncard 50 verkaufte die Bahn 1992, zwei Jahre nach der Wiedervereinigung, unter dem Motto „Halber Preis fürs ganze Volk“. Zu Beginn des neuen Jahrtausends schaffte der Konzern die Bahncard 50 ab und bot nur noch die neue Variante Bahncard 25 an. Nach einem Proteststurm gab der damalige Bahnchef Hartmut Mehdorn 2003 nach, nahm die komplizierte Preisreform zurück und führte auch die Bahncard 50 wieder ein. Huber sagte nun: „Wir haben verstanden und von den Kunden gelernt.“

Derzeit gibt es rund 1,6 Millionen Besitzer der teureren Bahncard 50 (regulärer Preis: 240 Euro). Mehr als 3,1 Millionen Menschen bevorzugen die billigere Variante. Deren Erfolg liegt an der Kombinierbarkeit des 25-Prozent-Rabatts auch mit anderen Sparangeboten. Zudem startet die Bahn immer wieder Werbeaktionen für einige Monate Laufzeit zu einem günstigeren Preis. Die Kritik, dass viele Kunden die Kündigungsfrist verpassten und deswegen die Karte ein weiteres Jahr beziehen müssten, wies Huber zurück. Es gebe keine gehäuften Beschwerden.

Die Kombination der Bahncard mit Auto- oder Fahrradverleih und den Karten für Busse und U-Bahnen in den Großstädten müsse noch ausgebaut werden, sagte Huber. „Es wird immer wichtiger, die unterschiedlichen Verkehrssysteme zu verknüpfen.“ Das Ziel sei außerdem, dass Bahnkunden mit ihren Smartphones Reisen planen, buchen, bezahlen, den Verlauf verfolgen und bei Problemen Informationen über Alternativen erhielten. Huber betonte, Bahnfahren müsse noch einfacher werden.

dpa

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