August Oetker: „Mein Vater war Nationalsozialist“

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Geschäftsführer August Oetker (l.) und sein Vater Rudolf-August Oetker.

Hamburg/Bielefeld - Knapp 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg gibt die Bielefelder Oetker-Gruppe jetzt eine tiefen Einblick in ihre Verstrickung in den Nationalsozialismus.

„Mein Vater war Nationalsozialist“, sagte August Oetker der Wochenzeitung „Die Zeit“ (Erscheinungsdatum: 17. Oktober). Der 69-jährige Sohn und Nachfolger von Rudolf-August Oetker ist Beiratsvorsitzender der Unternehmensgruppe. Über den Vater sagte er nun: „Er wurde es wohl, weil ihn die Zeit und vor allem sein Stiefvater Richard Kaselowsky geprägt haben.“ Am kommenden Montag erscheint das Buch „Dr. Oetker und der Nationalsozialismus“. Die Studie von Historikern war von der Familie in Auftrag gegeben worden.

Rudolf-August Oetker (1916-2007) war seit 1941 im Unternehmen. Sein Stiefvater Richard Kaselowsky (1888-1944) führte das Unternehmen bis zu seinem Tod bei einem Luftangriff 1944. Dann übernahm Rudolf- August Oetker das Amt. Zu Lebzeiten hatte Rudolf-August Oetker eine Aufarbeitung dieser Zeit abgelehnt. Auch nach 1945 sei sein Vater, der Untersturmführer bei der Waffen-SS war, noch anfällig für rechtes Gedankengut gewesen, sagte sein Sohn August Oetker jetzt. „Das sind die Menschen bis heute. Und er war es auch.“

dpa

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