Aufatmen in Metall- und Elektroindustrie

Münhen - 40 000 Jobs sind der Wirtschaftskrise in der Metall- und Elektroindustrie zum Opfer gefallen. Jetzt scheint sich die Branche endlich zu erholen - auch was die Arbeitsplätze betrifft.

Die kräftige Erholung in der Metall- und Elektroindustrie ist auch auf dem Arbeitsmarkt angekommen. Die Talfahrt der vergangenen eineinhalb Jahre sei gestoppt, teilten die Arbeitgeberverbände bayme und vbm am Dienstag in München mit.

Im März seien rund 720 000 Menschen in der Branche im Freistaat beschäftigt gewesen und damit ebenso viele wie im Vormonat. “Erstmals seit Oktober 2008 hat es im Monatsvergleich keine negative Beschäftigungsentwicklung gegeben“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Verbände, Bertram Brossardt. Auch für die künftige Entwicklung zeigte er sich vorsichtig optimistisch.

Die vom ifo-Institut abgefragten Beschäftigungspläne der Firmen deuteten auf eine weitere Entspannung hin. Seit dem Höchststand von 760 000 Beschäftigten im Herbst 2008 seien durch die Wirtschaftskrise gut 40 000 Jobs in der Metall- und Elektroindustrie verloren gegangen. Damit liege die Beschäftigtenzahl aber noch immer um knapp 20 000 höher als vor Beginn des letzten Aufschwungs im Herbst 2005, als die Branche gut 700 000 Menschen beschäftigte.

“Die Wirtschaftskrise hat es nicht geschafft, den vorangegangenen Job-Boom zunichtezumachen“, sagte Brossardt. Die Unternehmen hätten alles dafür getan, die Arbeitsplätze so weit wie möglich, beispielsweise durch Kurzarbeit, zu halten.

dpa

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