Athen stoppt Verkauf von Flughäfen an Fraport

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Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG.

Athen Griechenlands neue Regierung hat den geplanten Verkauf von 14 Regionalflughäfen an den Betreiber des Frankfurter Flughafens, Fraport, vorerst gestoppt.

"Der Vertrag wurde noch nicht ratifiziert und wir haben darum gebeten, ihn bis zu einer Überprüfung auf Eis zu legen", sagte Staatsminister Alekos Flambouraris am Samstag dem Fernsehsender Mega TV. Es müsse zuvor sichergestellt werden, dass das Vorhaben "am besten dem allgemeinen Interesse dient".

Fraport hatte im November gemeinsam mit seinem griechischen Partner Copelouzos für rund 1,2 Milliarden Euro den Zuschlag für den Betrieb der Flughäfen von unter anderem Thessaloniki, Korfu, Mykonos, Rhodos und Santorin bekommen. Die damalige konservative Regierung ging damit auf eine Forderung der internationalen Kreditgeber ein, die Athen im Gegenzug für ein milliardenschweres Hilfsprogramm ein umfangreiches Privatisierungsprogramm auferlegt hatten. Dieses Programm zu beenden, gehörte zu den Wahlversprechen des Linksbündnisses Syriza von Alexis Tsipras. Seine neue Regierung stoppte bereits kurz nach ihrem Amtsantritt die Privatisierung des Hafens von Piräus.

Eine Mitarbeiterin der Fraport-Pressestelle sagte nun zu den Äußerungen des griechischen Staatsministers, ihr Unternehmen kommentiere grundsätzlich keine laufenden Verhandlungen. Solange vom Partner Copelouzos kein anderes Signal komme, "planen wir normal weiter", fügte sie hinzu.

Fraport rechnet dennoch weiter mit der Übernahme der Regionalflughäfen. „Wir gehen nach wie vor davon aus, dass alles wie geplant stattfindet“, hieß es am Sonntag aus der Fraport-Pressstelle in Frankfurt. Solange das Unternehmen von seinem Ansprechpartner - dem griechischen Privatisierungsfonds - nichts anderes höre, werde man sich an Spekulationen nicht beteiligen: „Wir sind ganz ruhig. Alles läuft wie geplant weiter.“

afp/dpa

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