Arcandor: Es geht auch ohne Thomas Cook

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Arcandor bereitet sich auf eine Zukunft ohne Thomas Cook vor.

Düsseldorf - Der insolvente Handelskonzern Arcandor bereitet unter der Führung Karl-Gerhard Eicks einen Sanierungsplan vor, der mit und ohne den Reiseveranstalter Thomas Cook funktioniert.

Der insolvente Arcandor-Konzern stellt sich auf die Trennung von seiner florierenden Touristiksparte Thomas Cook ein. Unternehmenssprecher Gerd Koslowski sagte der AP am Montag, es werde an einem Sanierungsplan gearbeitet, der sowohl mit, als auch ohne Europas zweitgrößten Reiseveranstalter funktioniere.

Dies trage der Tatsache Rechnung, dass die Thomas-Cook-Beteiligung an Banken und Gläubiger verpfändet sei und dem Konzern hier letztlich die Hände gebunden seien. Thomas Cook war zuletzt die einzige Konzernsparte, die deutlich schwarze Zahlen schrieb.

Karstadt und Quelle sollen der Kern Arcandors sein

Einem Bericht des “Handelsblatts“ zufolge soll der Kern des künftigen Konzerns nach den Vorstellungen von Vorstandschef Karl-Gerhard Eick aus den beiden Töchtern Karstadt und Quelle bestehen. Sie sollen die gesamte Palette des Einzelhandels - vom stationären Geschäft, über den Versandhandel bis zum Internet - abdecken. Nach wie vor wolle Eick den Konzern möglichst als Ganzes erhalten, berichtete die Zeitung.

Der Unternehmenssprecher betonte, bislang gebe es zwar Ideen, ein Sanierungsplan werde aber erst in der zweiten Augusthälfte vorgelegt werden.

Zeit für Suche nach Investor wird knapp

Auch nach dem Rücktritt des Generalbevollmächtigten Horst Piepenburg setze Eick die Suche nach einem neuen Investor für Arcandor fort, betonte der Sprecher, man wolle keinen neuen Generalbevollmächtigten suchen. Allerdings wird die Zeit langsam knapp. Wegen des Insolvenzverfahrens bleibe nur bis Mitte August Zeit, einen Interessenten zu finden, hieß es in Essen.

Die Rettungsbemühungen für den Essener Konzern hatten Ende vergangener Woche durch den Rücktritt des Generalbevollmächtigten Horst Piepenburg einen deutlichen Rückschlag erlitten. Das ursprünglich angestrebte Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung sei damit nach Einschätzung Eicks nicht mehr möglich, berichtete das “Handelsblatt“. Damit sei auch eine Zerschlagung des Konzerns wahrscheinlicher geworden, hieß es in dem Bericht.

AP

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