Arbeitszeit-Streit: Amazon gewinnt vor höchstem US-Gericht

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Amazon-Firmenzentrale in Seattle. Foto: Dan Levine

Washington (dpa) - Der Online-Händler Amazon muss Beschäftigen das Warten auf Sicherheitschecks nach der Arbeit nicht vergüten.

Verzögerungen durch Kontrollen, die der Konzern seiner Belegschaft und Sub-Unternehmern abverlangt, wertete der oberste US-Gerichtshof (Supreme Court) in einem einstimmigen Urteil vom Dienstag nicht als zu bezahlende Überstunden.

Eine Entscheidung aus der Vorinstanz wurde damit überstimmt. Geklagt hatten zwei Beschäftigte einer Leiharbeitsfirma. Später schlossen sich Zehntausende Amazon-Angestellte an. Das Urteil betrifft die ganze US-Wirtschaft - Kontrollen sind bei vielen Firmen üblich, um Diebstahl zu verhindern. Auch gegen den Smartphone-Konzern Apple hat es schon Klagen nach dem Muster gegeben.

Bei Amazon sollen die Sicherheitschecks den Klägern zufolge mit Wartezeiten von bis zu 25 Minuten verbunden gewesen sein - das Unternehmen behauptet, es seien in der Regel nicht mehr als 90 Sekunden gewesen. Die Richter beriefen sich in ihrer Urteilsbegründung auf ein arbeitgeberfreundliches Gesetz von 1947.

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