Arbeitsrichter entscheiden über Mindestgröße von Piloten

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Im konkreten Fall geht es um eine junge Frau, die sich bei der Lufthansa um eine Pilotenausbildung beworben hatte. Foto: Boris Roessler

Wer bei der Lufthansa Pilot werden will, muss mindestens 1,65 Meter groß sein. Eine junge Frau, die an dieser Hürde scheiterte, sieht sich wegen ihres Geschlechts diskriminiert und klagt. Zu Recht?

Erfurt (dpa) - Das Bundesarbeitsgericht verhandelt an diesem Donnerstag, ob Frauen durch festgelegte Mindestgrößen in bestimmten Berufen diskriminiert werden.

Im konkreten Fall geht es um eine junge Frau, die sich bei der Lufthansa um eine Pilotenausbildung beworben hatte. Sie hatte mehrere Tests bestanden, erhielt aber letztlich eine Absage, weil sie dreieinhalb Zentimeter zu klein war. Bei Europas größter Fluggesellschaft müssen Piloten mindestens 1,65 Meter groß sein.

Solche Vorgaben gibt es auch in anderen Berufsfeldern wie der Polizei oder der Marine. Die Klägerin sieht sich wegen ihres Geschlechts diskriminiert und will per Gericht eine Entschädigung sowie Schadenersatz erstreiten - zusammen mindestens 135 000 Euro.

Anforderungsprofil Lufthansa-Pilotenausbildung

Urteil Landesarbeitsgericht Köln

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz

Terminvorschau Bundesarbeitsgericht

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