Arbeitsmarkt im November krisenfest

Nürnberg - Der deutsche Arbeitsmarkt erweist sich weiterhin als krisenresistent. Auch zum Beginn des Winters deutet sich nach Experten-Einschätzung kein dramatischer Anstieg der Erwerbslosenzahlen an.

Nach Berechnungen von Experten hat die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen im November mit 3,3 Millionen etwa auf dem Vormonatsniveau verharrt. In den vergangenen drei Jahren hatte der November allerdings einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit gebracht. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen will die Bundesagentur für Arbeit an diesem Dienstag bekanntgeben.

Auch der Vergleich mit dem Vorjahr verdeutlicht die Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt: Im November 2008 waren noch rund 230 000 Männer und Frauen weniger erwerbslos gewesen. Gemessen am Ausmaß der Rezession stelle sich die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt aber immer noch relativ gut dar, betonten die Volkswirte nahezu übereinstimmend.

„Firmenchefs sehen Licht am Ende des Tunnels“

“Man muss feststellen, dass Unternehmen doch stärker an ihren Beschäftigten festhalten“, betont etwa Eckart Tuchtfeld von der Commerzbank. Das sei auch ein Reflex auf den Fachkräftemangel. “Die Firmenchefs sehen Licht am Ende des Tunnels und wollen ohne Freistellungen auskommen. Das ist ein Effekt, den wir stark unterschätzt haben“, fügte er hinzu. Unter dem Eindruck der vergleichsweise guten Arbeitsmarktentwicklung im Sommer und Herbst haben die meisten Experten auch ihre Jahresprognose für das Jahr 2010 nach unten korrigiert.

Herbstbelebung gut ausgefallen

Bestätigt fühlen sich die Fachleute in ihren Prognosen durch die Beschäftigungspläne vieler Unternehmen und die sich verbessernde Exportsituation. Davon werde vor allem die Industrie profitieren, die in den vergangenen Monaten am stärksten von der Krise getroffen worden sei. Von einem Arbeitsmarktaufschwung könne freilich noch nicht die Rede sein. Vor allem in der ersten Jahreshälfte rechnen die Volkswirte mit einer etwas kräftigeren Zunahme der Arbeitslosigkeit.

Im Oktober war die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland über Erwarten gut ausgefallen. Die Arbeitslosenzahl war um 118 000 auf 3 229 000 gesunken. Das waren aber 232 000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,3 Punkte auf 7,7 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,2 Prozent gelegen. In Westdeutschland waren im Oktober 2 229 000 Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 78 000 weniger als im September, aber 239 000 mehr als noch vor einem Jahr. In Ostdeutschland war die Zahl der Erwerbslosen um 40 000 gesunken. Sie lag damit erstmals knapp unter der Marke von einer Million

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