Angst vor Bankrott: Spanien reformiert Bankensystem

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Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero

Madrid - An der Madrider Börse begann sich Panik auszubreiten. Unter den Anlegern ging die Angst um, die griechische Schuldenkrise könnte auf Spanien übergreifen. Die Regierung will jetzt eingreifen.

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Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero wies Spekulationen über eine drohende Finanzkrise in Spanien energisch zurück. Er bezeichnete diese als “völligen Wahnsinn“. Angefeuert wurden die Befürchtungen von Gerüchten, wonach Spanien die Länder der Eurozone 280 Milliarden Euro Finanzhilfe bitten könnte und die Ratingagentur Fitch eine Herabstufung der Bonität Spaniens erwägen soll.

Als Konsequenz hat sich die spanische Regierung mit der Opposition auf eine Reform zur Stärkung des Bankensystems verständigt. Wie der sozialistische Regierungschef und der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy am Mittwoch mitteilten, soll das Vorhaben den Einfluss der politischen Parteien auf regionale Sparkassen verringern und Fusionen erleichtern. Auf diese Weise sollen die Kreditvergabe belebt und die Konjunktur angekurbelt werden.

Zapatero und Rajoy waren aufgrund der Finanzkrise in Griechenland und der spanischen Staatsverschuldung erstmals seit anderthalb Jahren zusammengekommen. Sie vereinbarten, innerhalb von drei Monaten den Gesetzestext für die Reform fertigzustellen.

Die Aufsplitterung des Bankensektors in eine Vielzahl kleiner Sparkassen gilt als eine Schwachstelle der spanischen Wirtschaft. Bemühungen um einen Zusammenschluss von Geldinstituten waren häufig daran gescheitert, dass die Sparkassen von lokalen Politikern kontrolliert werden und diese bei einer Fusion um ihren Einfluss fürchten.

dpa

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