Insektengift-Skandal

Aldi verkauft wieder Eier - Fipronil schon in 17 Ländern gefunden

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Aldi hatte eine Woche lang einen Verkau

Eine Woche lang gab es bei Aldi wegen des Fipronil-Skandals keine Eier zu kaufen. Jetzt sind sie wieder im Angebot. Es kann aber noch Engpässe geben.

Aktuell könne es wegen der Überprüfungen auf Fipronil in Einzelfällen zwar noch Engpässe geben, teilte Aldi Süd mit. „Zum größten Teil sind jedoch in unseren Filialen wieder wie gewohnt alle Eier verfügbar“, hieß es. Auch in den Filialen von Aldi Nord sollte es - von Einzelfällen abgesehen - am Freitag wieder frische Eier geben, sagte eine Sprecherin. Die Eier, die jetzt in den Verkauf gehen, sollen auf das Insektizid getestet sein. 

Aldi Nord und Süd hatten am vergangenen Freitag angekündigt, alle Eier aus dem Sortiment zu nehmen und Nachweise abzuwarten, dass sie nicht mit dem Insektizid belastet sind.

EU beruft Krisensitzung ein

Im Skandal um mit Fipronil belastete Eier beruft die EU eine Krisensitzung ein. EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis erklärte am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, er habe ein Treffen der zuständigen Minister sowie Behördenvertreter der betroffenen Länder vorgeschlagen. Es soll am 26. September stattfinden, wie ein Kommissionssprecher am Freitag sagte. Andriukaitis will bei diesem Treffen Lehren aus dem Skandal ziehen, wie er ankündigte. 

Skandal weitet sich aus

Der Skandal um mit Fipronil belastete Eier weitet sich immer weiter aus: Betroffen sind mittlerweile 15 Staaten der Europäischen Union, die Schweiz sowie Hongkong, wie die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. 

Im Mittelpunkt des Skandals stehen Belgien und die Niederlande: In Belgien wurde offenbar ein für die Nutztierhaltung zugelassenes, rein pflanzliches Desinfektionsmittel mit dem für die Nutztierhaltung verbotenen Fipronil gemischt. Das Mittel wurde von einer niederländischen Firma in zahlreichen Ställen vor allem in den Niederlanden eingesetzt.

Millionen belastete Eier wurden nach Deutschland und in andere Länder verkauft - und gelangten von dort teilweise auch weiter.In den Niederlanden hat es am Donnerstag wegen des Fipronil-Skandals zwei Festnahmen gegeben. 

dpa

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