100 Filialen geplant

Aldi und Lidl bekommen neuen Rivalen - So furchtbar sehen die Filialen aus

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Ein Foto aus einer rumänischen Mere-Filiale. Ob die Märkte auch in Deutschland so aussehen werden?

Die Discounter Aldi und Lidl bekommen in Deutschland Konkurrenz von einer russischen Kette. Nach deutschen Maßstäben sind deren Filialen ein Skandal.

Aldi und Lidl bekommen Konkurrenz vom Discounter „Mere“

Update vom 2. Dezember: „Mere“ - merken Sie sich diesen Namen gut! Schon bald könnten Sie nämlich dort besonders günstig Käse, Milch, Wurst und Obst einkaufen. Der Billig-Discounter aus Russland will den Marktführern Aldi und Lidl Konkurrenz machen. Das russische Unternehmen „Torgservis“, das hinter der Marke steckt, expandiert. Es hat zuletzt in Polen und Rumänien Filialen eröffnet. Nun hat es Deutschland ins Visier genommen.

Wie knallhart „Mere“ in den Markt drängen könnte, zeigt ein Blick nach Rumänien. Dort unterbot der Billig-Discounter marktübliche Preise für Kaffee, Wurst oder Nudeln um bis zu 20 Prozent. Lidl und Penny waren plötzlich nicht mehr günstig, sondern deutlich teurer! Das Billig-Image sieht man jedoch auch in der Gestaltung der Filialen. Wie chip.de berichtet, liegt die Ware auf Paletten und Pappkartons, Regale gibt es nicht. Die Filialen würden an „riesige Lagerhallen“ erinnern, schreibt chip.de.

Video: „Mere“ bald auch in Deutschland?

Kunden scheinen aber kein Konsumvergnügen zu suchen, sondern nur eines zu erwarten: Angebote! Dementsprechend auch der Slogan des Unternehmens: "Low Cost. Every Day" - „Niedrige Preise. Jeden Tag“.

Die Fotos, die in einer rumänischen Mere-Filiale aufgenommen wurden, dürften manche Kunden schockieren. Mit dem in Deutschland gewohnten „Einkaufserlebnis“ auch von den Discountern, die immer schicker werden, hat das wenig zu tun.

„Mere“ soll es zuerst in Leipzig geben

Die Deutschland-Offensive soll im Dezember in Leipzig starten. Dort hat man sich in das Einkaufszentrum „Portitz-Treff“ eingemietet. Diese 800 Quadratmeter sollen nur der Anfang sein. Mittelfristig sollen 100 Filialen in Deutschland eröffnen, inbesondere in Norddeutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen, Brandenburg und Berlin. 

Lidl, Aldi, Penny und Co. bekommen russische Konkurrenz

Erstmeldung vom 14. November: München - Das Discountergeschäft in Deutschland boomt: Geschäfte wie Aldi, Lidl, Penny oder Netto verzeichnen rund 43 Prozent des Umsatzes im deutschen Lebensmitteleinzelhandel für sich. Ganz besonders erfolgreich sind hier die Filialen von Lidl und Aldi: rund 80 Prozent der Verbraucher kaufen bei einem der beiden Supermärkte ein.

Den Konzernen geht es mittlerweile sogar so gut, dass beide verschiedene Großprojekte starten: Die Schwarz-Gruppe, der Lidl-Mutterkonzern, mischt nun aktiv in der deutschen Abfallwirtschaft mit und Aldi bietet seinen Kunden sogar direkt am Parkplatz eine Tankstelle. An dieser Vormachtstellung können nicht einmal immer wiederkehrende Rückrufaktionen der Supermärkte rütteln.

Doch nun scheint ein neuer Konkurrent den deutschen Billigmarkt aufzumischen: Die russische Discounterkette Torgservis. Ihre Tochter TS Markt GmbH soll jetzt in Deutschland neue Standorte suchen.

Aldi/Lidl-Konkurrent: „Mere“ will zuerst nach Ostdeutschland

Mehr als 100 Standorte sucht der russische Supermarkt gerade in Deutschland, so die „Lebensmittelzeitung“. Besonders interessant seien neue Filialen in Ostdeutschland, aktuell suche die TS Markt GmbH in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg nach Betriebsflächen.

Der Grund für die Fokussierung auf ostdeutsche Gebiete sei die angestrebte Zielgruppe: Vor allem Immigranten und osteuropäische Staatsbürger sollten von dem Warenangebot überzeugt werden, heißt es.

Woher das Geld für eine solche Expansion stammt? Der Discounter Torgservis ist laut epochtimes.de in Russland wahnsinnig erfolgreich. Das 2009 gegründete Unternehmen habe in den letzten vier Jahren die Zahl der Filialen verfünffachen können, der Außenumsatz habe sich in der gleichen Zeitspanne auf 1,3 Milliarden Euro verdreifacht. „Außerdem verfolgt die Kette ein Franchise-Modell, wodurch jede Filiale eine eigene Rechtspersönlichkeit darstellt“, so die Zeitung weiter.

So wäre es 2017 für den Discounter möglich gewesen, aus den ländlichen russischen Regionen zu expandieren. Zuerst nach Moskau, dann nach Kasachstan, mittlerweile bis nach China und Weißrussland. Und jetzt soll eben der deutsche Markt folgen.

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Möglicher Aldi/Lidl-Konkurrent Torgservis: Schlichtes Angebot soll Erfolg bringen

Das russische Unternehmen sucht laut der Lebensmittelzeitung in Deutschland Betriebsflächen in einer Größe von 800 bis 1200 Quadratmetern, Parkplätze sollten für 30 bis 40 Autos vorhanden sein. Zum Vergleich: Die beiden deutschen Discounter-Schwergewichte Aldi und Lidl haben ihre Filialen mittlerweile auf eine Fläche von ungefähr 1500 Quadratmetern ausgebaut, wie die Epoch Times schreibt.

Weiter setze der russische Discounter auf Strategien, die an die Anfänge von Lidl und Aldi erinnern. Denn während die deutschen Discounter mittlerweile immer mehr auf ein größeres Sortiment achten würden, bleibe Torgservis schlicht. Nur 1500 bis maximal 2000 Eigenmarken sollten auf Holzpaletten im Supermarkt angeboten werden.

Lesen Sie auch: Neuer Bezahldienst Apple Pay in Deutschland gestartet.

Video zeigt Lebensmittelkette in Russland

Ob die russische Discounterkette mit ihrer Expansion in Deutschland Erfolg haben wird, ist noch ungewiss. Experten prophezeien aber einen schwierigen Start: Der Supermarkt müsse im Vergleich zu Russland hohe Standards im deutschen Lebensmittelrecht und Qualitätsanforderungen der Kunden einhalten, aber trotzdem die billigen Preise bieten können. Bis sich das Unternehmen an diese Bedingungen angepasst hat, bleiben Lidl und Aldi also vorerst Vorreiter am deutschen Billigmarkt.

Übrigens: Aldi droht Streit um ein beliebtes Produkt. Der Discounter will die Preise senken, bekommt aber Gegenwind.

Auf Facebook interessiert die Kunden allerdings ganz anderes. So zum Beispiel, was es mit einem erstaunlichen Angebot aus einem Aldi-Prospekt auf sich hat. Auch Beschwerden werden dort gepostet. Doch nicht immer erhalten die Kunden die gewünschte Reaktion auf ihre Nachricht an Aldi.

Weitere interessante Meldungen

Eine Kundin kündigt öffentlich eine Änderung ihrer Einkaufsgewohnheiten an, denn nach einer Beobachtung an der Kasse möchte sie nicht mehr bei Aldi einkaufen.

Lesen Sie auch: Beim Einparken auf einem Aldi-Parkplatz hat eine Frau am Samstag eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Der Grund hört sich wirklich kurios an.

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