Erster Markt soll 2018 eröffnen

Neuer Name, neues Konzept! Aldi Süd greift die Innenstädte an

Gibt es bald Aldi-Filialen der etwas anderen Art unter anderem Namen in bester Innenstadt-Lage? Angeblich soll unter einem neuen Konzept bereits 2018 der erste Markt eröffnen.

Mülheim an der Ruhr - Zahlreiche Aldi-Filialen sind mit großem Parkplatz auf einem weitläufigen Areal gebaut. In Städten sind die Standorte auch oft an zentralen Orten zu finden - teils auf geringeren Flächen und ohne Parkplätze. Aber in absoluten Innenstadtlagen ist Aldi Süd bisher selten vertreten.

Das soll sich in Zukunft ändern. Wie Food-Service unter Berufung auf sein Schwesterblatt Lebensmittelzeitung berichtet, arbeite Aldi Süd an einem neuen „Kleinflächenformat für City-Lagen unter einer eigenen Marke“. Ein erster Testmarkt solle bereits Mitte 2018 seine Tore öffnen. 

Demnach sollen die Filialen in klarer Innenstadtlage entstehen und auch ohne das bekannte Logo klar als Aldi erkennbar sein. Spekuliert werde über einen Mix aus Rewe to go und Nahkauf. Der Schwerpunkt soll bei einem größeren sogenannten Convenience-Sortiment liegen. Darunter verstehen sich, vereinfacht gesagt, verzehrfertige Waren. Mal eben ein Sandwich oder einen Salat samt Besteck aufgabeln - das könnten Kunden bei den Filialen der neuen Marke in zentraler Lage. Insofern dürften die „neuen Aldis“ auch den Bäckern und Imbissen den Kampf ansagen.

Aldi hält sich bezüglich der neuen Strategie bedeckt

Damit scheint Aldi auch auf die Konkurrenz zu reagieren. Rewe to go baut sein Netz aus, ist unter anderem in Aral-Tankstellen zu finden. Penny verkauft unter dem Namen Penny to go in seinen Filialen längst ein breites Sortiment an verzehrfertigen Produkten. Und auch Aldi-Kunden haben längst gemerkt, dass der Discounter in seinen etablierten Filialen auf solche Produkte setzt. Dort finden sich unter anderem Schalen mit geschnittenem Gemüse und Dip oder auch Sandwiches und Wraps, die man vor dem Essen nur noch von Folie befreien muss. Mit diesen Produkten zieht‘s Aldi nun also offenbar in die zentralen Stadtlagen.

Der Discounter halte sich auf Rückfrage der Lebensmittelzeitung bedeckt, heißt es. Man habe "schon immer auch Innenstadtlagen – mithin mit kleineren Verkaufsflächen – belegt".

Aldi tüftelt derzeit an verschiedenen Zukunftsideen. Sogar bestimmte Marken könnten dadurch wegfallen. Dazu dürfte es auch immer mehr Tankstellen auf Aldi-Flächen geben. Auch die Konkurrenz ist aktiv und testet verschiedene Konzepte - einige Rewe-Läden sind allerdings gefloppt

Rubriklistenbild: © dpa

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