Airbus will langfristig am Riesenjet A380 festhalten

Hamburg/Toulouse - Airbus hält nach Worten von Vorstand John Leahy an seinem zuletzt schwer verkäuflichen Passagierflugzeug A380 fest.

Diskussionen über die Zukunft des Riesenjets, „zum Beispiel mit dem Finanzvorstand der Airbus Group, der natürlich auf die Kosten achten muss“, habe es gegeben, gestand Leahy in einem Interview des Wirtschaftsmagazins „Bilanz“ (Beilage der „Welt“) ein. „Aber das ist sein Job. Und inzwischen haben wir auf allen Ebenen des Unternehmens völlige Einigkeit darüber, dass wir langfristig an der A380 festhalten“, sagte der Vertriebsvorstand des Flugzeugbauers.

Im vergangenen Jahr wollte keine Fluggesellschaft das weltgrößte Passagierflugzeug, das seit 2007 ausgeliefert wird, bestellen - nur ein Flugzeugfinanzierer orderte 20 Jets. In dem Flugzeugsegment verfügt Airbus nach Darstellung Leahys über einen Marktanteil von derzeit 90 Prozent verglichen mit der neuen Version des Jumbo-Jets 747 des US-Konkurrenten Boeing, der mit ähnlichen Verkaufsproblemen kämpft. „Alle 15 Jahre verdoppelt sich das Passagieraufkommen auf der Welt“, sagte Leahy, der vor drei Jahrzehnten bei Airbus begonnen hat. Starts und Landungen auf den Großflughäfen wie London Heathrow oder Frankfurt ließen sich aber nicht einfach mal so verdoppeln. Auf den langen Strecken zwischen den großen Metropolen würden deshalb größere Flugzeuge benötigt, gab sich Leahy überzeugt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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