Werkstattkette droht das Aus

Machtpoker um ATU: Aigner appelliert an Deutsche Bank

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Der angeschlagenen Werkstattkette ATU droht die Insolvenz.

Weiden - Seit Monaten kämpft ATU ums Überleben. Eine Entscheidung über die Zukunft der angeschlagenen Werkstattkette steht kurz bevor.

Im Poker um die angeschlagene Autowerkstattkette ATU hat Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) die Beteiligten zur Vernunft aufgerufen. "Ich appelliere an die Verhandlungspartner, insbesondere die Deutsche Bank, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden", sagte Aigner.

Eine Insolvenz kenne keine Gewinner und gefährde 10 000 Arbeitsplätze in Deutschland. "Ich habe kein Verständnis für Machtpoker auf dem Rücken der Arbeitnehmer. Die verbleibende Zeit muss genutzt werden, um einen Kompromiss zu erzielen, der die Zukunft von ATU sichert."

Heute wird eine Entscheidung um die Zukunft des oberpfälzischen Unternehmens ATU erwartet. Die französische Werkstattkette Mobivia hatte im September einen Kaufvertrag unter Vorbehalt unterschrieben. Der Knackpunkt waren jedoch die bisherigen, überhöhten Mieten für die Werkstätten. Nachdem die Immobiliengesellschaften marktübliche Mieten in Aussicht gestellt hatten, forderten sie eine Sonderzahlung von 100 Millionen Euro. Hinter dem niederländischen Vermieter Lino stecken als Kreditgeber unter anderem die Deutsche Bank sowie Hedgefonds.

dpa

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