Toter Manager bei Zurich

In seinem Abschiedsbrief kommt Ackermann vor

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Pierre Wauthier starb mit 53 Jahren. Er war Top-Manager bei Zurich.

Zürich - Die Tragödie nach dem Selbstmord eines Managers im Versicherungskonzern Zurich zieht weiter Kreise: Pierre Wauthier (53) sprach in seinem Abschiedsbrief von Josef Ackermann.

Ackermann hatte nach dem Freitod des Top-Managers seinen Rücktritt erklärt. Das sei rein freiwillig geschehen, hieß es von dem Unternehmen. „Es war seine eigene Entscheidung“, sagte der nun amtierende Präsident des Verwaltungsrates, Tom de Swaan, am Freitag in einer eigens anberaumten Analystenkonferenz des Konzerns.

Der frühere Deutsche-Bank-Chef Ackermann hatte am Vortag alle Funktionen bei Zurich aufgegeben und dies mit Vorwürfen begründet, die im Zusammenhang mit dem Selbstmord von Zurich-Finanzvorstand Pierre Wauthier gegen ihn erhoben worden seien.

De Swaan bestätigte, dass bei Wauthier ein Abschiedsbrief gefunden wurde. In diesem beschreibe der Manager auch das Verhältnis zu Ackermann. Details wollte De Swaan nicht nennen. Schweizer Medien berichteten am Freitag, dass sich Wauthier von Ackermann unter Druck gesetzt gefühlt und dies in seinem Abschiedsbrief deutlich gemacht habe. Die Witwe hatte bereits gesagt, dass ihr Mann unter der "harten Führung" gelitten hatte.

Der Zurich-Verwaltungsrat prüfe derzeit, ob ungebührender Druck auf den Finanzchef ausgeübt worden sei, sagte de Swaan. Der 53-Jährige Wauthier war am Montag tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Die Schweizer Polizei hat keine Zweifel mehr, dass der Finanzvorstand des Versicherungskonzerns Zurich, Pierre Wauthier, sich selbst getötet hat. Dies sei den Ermittlern von der zuständigen Gerichtsmedizin bestätigt worden, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Zug auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. „Für uns ist die Sache im Prinzip abgeschlossen.“

Es stünden zwar noch einige Resultate der chemischen und toxikologischen Untersuchung aus, „aber grundsätzlich wird sich daran nichts mehr ändern“, sagte der Sprecher.

dpa

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