Absatz von BMW, Audi und Mercedes gesunken

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Kein Glück hatten BMW, Audi und Mercedes. Ihre Absätze sind in Europa gesunken.

München - Deutlich weniger Autos haben BMW, Audi und Mercedes im August verkauft. Den Einbruch in Europa konnte auch der starke Zuwachs in China nicht ausgleichen.

Während sich BMW und Mercedes am Dienstag für den Rest des Jahres etwas optimistischer zeigten, rechnet die bisher besser durch die Krise gekommene VW-Tochter Audi mit mehr Gegenwind. BMW als der Marktführer im Premium-Segment hat im August nur noch 91.790 Autos und damit 9,7 Prozent weniger verkauft, seinen dramatischen Absatzrückgang damit aber immerhin weiter gebremst. Die Hauptmarke BMW litt mit einem Minus von 11,3 Prozent auf 75.700 Autos erneut weit mehr als die Marke Mini, deren Absatz um 1,2 Prozent schrumpfte. Von Januar bis August lagen die Absatzzahlen des BMW-Konzerns um 17,7 Prozent unter Vorjahr. Vertriebschef Ian Robertson sagte: “Die Richtung stimmt, seit April konnten wir im Monatsvergleich kontinuierlich Boden gutmachen.“ Er sei “verhalten optimistisch, dass wir im Verlauf der kommenden Monate auf den Wachstumspfad zurückkehren“.

Von der Krise eingeholt

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Verfolger Audi wurde nach monatelangem Aufwärtstrend von der Krise wieder eingeholt. Der Absatz sank im August um 2,7 Prozent auf 65.900 Fahrzeuge, nachdem Audi im Juni und Juli sogar die Verkaufszahlen des Vorjahrs übertroffen hatte. Von Januar bis August lagen die Verkaufszahlen um 7,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zum Jahresende werde das Minus auf 10 Prozent anwachsen, sagte Vertriebschef Peter Schwarzbauer in Ingolstadt. “Wir haben uns für dieses Jahr 900.000 Auslieferungen vorgenommen und wollen uns damit besser entwickeln als der Gesamtmarkt“, erklärte er. Am härtesten traf es im August Mercedes: Der Absatzeinbruch beschleunigte sich auf 13,2 Prozent, der Stuttgarter Autohersteller setzte nur noch 73.200 Autos ab. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz sank um 12 Prozent auf 66.200 Autos. Vertriebschef Klaus Maier sagte aber: “Für die kommenden Monate rechnen wir mit einem höheren Absatzniveau.“ Dazu solle auch der Kombi der E-Klasse beitragen, der kommende Woche auf der IAA in Frankfurt erstmals vorgestellt wird. Vor den jetzt anstehenden Modellwechseln hat Audi die neueste, BMW die älteste Flotte im Angebot.

Nachfrage in Westeuropa eingebrochen

Wachstumsmotor für alle drei Premium-Hersteller ist China. Audi konnte seinen Absatz in der Volksrepublik um 35 Prozent auf über 13.000 Autos steigern, BMW und Mercedes legten um jeweils über 60 Prozent auf 9.000 beziehungsweise 6.000 Autos zu. In Westeuropa brach der Absatz bei allen drei Herstellern drastisch ein. BMW und Audi verzeichneten ein Minus von je 14 Prozent, Mercedes sogar ein Minus von 26 Prozent. In Deutschland konnte BMW um 3,5 Prozent zulegen, Audi verlor trotz Abwrackprämie 1,2 Prozent, Mercedes fiel im Heimatmarkt sogar um 34 Prozent zurück. In den USA verloren die dort bislang starken Hersteller BMW und Mercedes stark, während Audi um 27 Prozent auf über 6.000 Autos zulegen konnte.

Kleinere Premium-Modelle gefragt

Nach dem massiven Absatzeinbruch im laufenden Jahr erwartet die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) für die Premiumhersteller einen Zuwachs von sechs Prozent im kommenden Jahr. Vor allem kleine Premium-Modelle würden immer mehr gefragt werden, erklärten die Experten. Für die deutsche Autoindustrie bedeute das einen Umsatzrückgang von 1,5 Milliarden Euro und zudem eine geringere Umsatzrendite als bei größeren Autos. “Wer heute einen 5er BMW fährt, kauft morgen zwar kaum einen Dacia. Aber er könnte sich durchaus überlegen, beim nächsten Kauf auf einen 3er BMW oder einen X3 umzusteigen“, erklärte Autoexperte Harald Kayser. Einer repräsentativen Umfrage zufolge wollten 15 Prozent der Fahrer von Autos der Oberklasse beim nächsten Kauf ein kleineres Fahrzeug.

ap

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