Abgas-Skandal: Ifo-Chef Sinn kritisiert US-Automobilwirtschaft

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Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung. Foto: Karlheinz Schindler

München (dpa) - In der Diskussion um manipulierte Abgastests bei Volkswagen hat der Chef des Münchner Ifo Instituts, Hans-Werner Sinn, die US-Automobilindustrie scharf kritisiert.

Über Jahrzehnte hätten die Amerikaner versucht, "die kleinen und effizienten Dieselmotoren für Pkw durch immer weiter verschärfte Stickoxid-Grenzen vom Markt fernzuhalten, weil man selbst die Technologie nicht beherrschte", sagte Sinn dem "Handelsblatt".

Gegen die "Stickoxid-Schleuderei der eigenen Trucks" wiederum habe man in den USA nichts, so der Ifo-Präsident. "Nun hat sie endlich den gewünschten Erfolg. Der Diesel-Motor ist wieder weg. Meinen herzlichen Glückwunsch."

Europas größter Autobauer hatte zugegeben, dass weltweit elf Millionen Motoren vom Typ EA 189 mit einer Software zur Manipulierung des Schadstoffausstoßes ausgestattet sind. Als Konsequenz aus dem Skandal hatte VW-Chef Martin Winterkorn seinen Posten geräumt.

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