Start-up-Fabrik

Rocket Internet: 617 Millionen Euro Miese im ersten Halbjahr

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Der Chef des Unternehmens Rocket Internet, Oliver Samwer.

Berlin - Die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet hat im ersten Halbjahr deutlich mehr als eine halbe Milliarde Euro verloren. Schuld hat vor allem die Mode-Branche.

Unter dem Strich steht ein Verlust von 617 Millionen Euro, wie das Unternehmen in der Nacht zu Freitag mitteilte. "Es ist wichtig zu verstehen, dass der Verlust im wesentlichen auf Sondereffekte zurückgeht", sagte Finanzchef Peter Kimpel am Freitag in einer Telefonkonferenz.

An der Börse beruhigte diese Erklärung kaum: Zum Handelsstart brach der Kurs der Aktie zeitweise um mehr als 11 Prozent ein.

Allein mit 383 Millionen Euro schlugen die Wertminderungen auf die Global Fashion Group ins Kontor. Woher die übrigen Verluste stammen wollen Kimpel und Konzernchef Oliver Samwer am 22. September bei der Vorlage der kompletten Halbjahresbilanz erklären. Die Bewertung des Bereichs war bei der im April gestarteten Finanzierungsrunde von 2,8 Milliarden Euro im Vorjahr auf eine Milliarde Euro gesunken.

Ein "signifikanter Teil" der übrigen Verluste in dreistelliger Millionenhöhe gehe auf das Konto weiterer Wertminderungen. Wie hoch das operative Minus ist, verriet Kimpel nicht. Wie Samwer bekräftigte auch der Finanzchef das Ziel, bis Ende 2017 drei Beteiligungen operativ - also vor Steuern und Zinsen profitabel zu machen. "Daran halten wir fest", sagte Kimpel.

Rocket Internet hält Beteiligungen an Online-Firmen, mit dem Fokus auf Online-Handel sowie Essenszustellung. Samwer betonte, im Online-Handel seien Anfangsjahre mit hohen Investitionen und Verlusten nötig. Der Halbjahresumsatz der Rocket-Holding, bei der unter anderem Verwaltungsaufgaben liegen, fiel im Jahresvergleich von 71 auf 29 Millionen Euro.

dpa

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