360.000 Betroffene bei Hackerangriff auf Citigroup

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Der Schriftzug "Citigroup Center" über dem Eingang zur Zentrale der Großbank in New York.

New York  - Hacker hatten bei einem Angriff auf die US-Großbank Citigroup Zugriff auf weit mehr Daten als zunächst vermutet. Die Betroffenen wurden benachrichtigt und mit neuen Kreditkarten versorgt.

Der Hacker-Angriff auf die amerikanische Citibank war weit größer als zunächst bekannt. Insgesamt hätten die Datendiebe Informationen zu mehr als 360 000 Kreditkarten-Konten nordamerikanischer Kunden erbeutet, erklärte die Muttergesellschaft Citigroup in der Nacht zu Donnerstag in New York. Die Betroffenen seien benachrichtigt worden und hätten zumeist neue Kreditkarten bekommen.

Die Citigroup wandte sich unter dem Druck von Politikern und Ermittlern erstmals öffentlich an ihre Kunden und nannte Details der Attacke. Dabei liegt der Cyber-Angriff bereits mehr als einen Monat zurück. Vor einer Woche hatte die US-Großbank auf Anfrage von Medien lediglich grobe Angaben zu dem Vorfall gemacht. Damals war noch die Rede davon, dass ein Prozent der Kreditkarten-Konten in Nordamerika geknackt worden seien, was gut 200 000 Konten entspricht.

Die Tricks der Daten-Hacker

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Den Online-Bankräubern fielen bei ihrem Beutezug Namen, Kontonummern sowie Kontaktdaten inklusive E-Mail-Adressen in die Hände. Allerdings gelang es den Hackern nach Angaben der Bank nicht, an kritische Daten wie Sozialversicherungsnummer, Geburtsdatum, die dreistellige Prüfnummer sowie das Ablaufdatum der Kreditkarte zu gelangen. Erst mit diesen Informationen wäre es möglich, auf Kosten der geschädigten Kunden einzukaufen oder andere schwerwiegende Betrügereien zu begehen.

Die Hacker waren bereits am 10. Mai in die nordamerikanischen Citibank-Systeme eingedrungen, erst am 3. Juni begann die Bank damit, die betroffenen Kunden anzuschreiben und ihnen neue Kreditkarten zuzuschicken.

Die Hacker-Angriffe mehren sich in der jüngsten Zeit. In den vergangenen Wochen hatten Attacken auf den Unterhaltungskonzern Sony, den Spielespezialisten Nintendo, den Rüstungsriesen Lockheed Martin sowie auf E-Mail-Konten von Google-Nutzern für Schlagzeilen gesorgt. Am Mittwoch rühmte sich zudem eine Hackergruppe, die Website des US-Geheimdienstes CIA zum Absturz gebracht zu haben. Am Donnerstag war www.cia.gov wieder zu erreichen.

dpa

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