Marko Marin und die ständigen Dopingkontrollen – „das nervt“ / Mittelfeldspieler in starker Verfassung

Zwischen Tor und Tröpfchen

Derzeit ist Werders Offensiv-Juwel Marko Marin (vorn) kaum vom Ball zu trennen – das musste auch zuletzt Tottenhams Ledley King (re.) erkennen.

Bremen - Von Arne Flügge · Wenn’s mal wieder länger dauert – dann soll ein Schokoriegel helfen. Das verspricht die Werbung. Ob Marko Marin sich mit Süßigkeiten die Zeit vertreibt, ist nicht überliefert. Fakt ist: Kein Werder-Profi muss nach Spielen so oft zur Dopingkontrolle wie der kleine Dribbelkünstler von Werder-Bremen. Und „das nervt langsam schon“, sagt Marin.

Es zeigt aber auch: Der 21-Jährige ist derzeit auf dem Platz sehr auffällig. Klar, dass die Dopingfahnder ihn sich dann greifen. Wie unzählige Male in der vergangenen Saison, wie zuletzt in München, wie zuletzt nach dem Champions-League-Spiel gegen Tottenham, als Marin erst weit nach Mitternacht Vollzug melden konnte und endlich nach Hause durfte. „Ich muss wirklich extrem oft zur Dopingprobe, aber was soll ich machen?“, fragt der Offensivspieler und liefert die Antwort scherzhaft hinterher: „Vielleicht sollte ich einfach nicht mehr so gut spielen.“

Doch das verbietet sich von selbst. „Da lass ich das Ganze lieber immer wieder über mich ergehen. Ich kann’s ja sowieso nicht ändern. Das gehört für mich mittlerweile schon zum Spiel dazu.“

Die starken Leistungen Marins haben freilich nicht nur bei den Hütern der Pipi-Becher einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nach seinem starken Auftritt in Genua feierte ihn die italienische Presse als „den neuen Messi“, in England staunten die Medien nach Marins Tor zum 2:2 gegen Tottenham über – man höre: „Magic Marin“. Diesen Spitznamen hatten die Leserinnen und Leser der Kreiszeitung dem Bremer im März nach einer Umfrage verpasst. Und nachdem Trainer Thomas Schaaf das große Offensivtalent nach der WM-Belastung wieder behutsam herangeführt hatte, liefert Marko Marin – siehe sein herrlicher Treffer gegen Tottenham – jetzt wieder seine besonderen magischen Momente.

„Ich habe großen Spaß und fühle mich sehr gut“, strahlt der 21-Jährige. Viel wichtiger ist ihm aber: „Ich habe wieder die Kraft, meine Aktionen und meine Dribblings zu starten. Ich bin froh, dass es wieder so gut klappt.“

Auch Klaus Allofs ist mit der Entwicklung seines Offensiv-Juwels mehr als zufrieden. „Marko hat sich von Monat zu Monat gesteigert“, sagt der Bremer Sportchef. Die hohe Investition vor einem Jahr in Höhe von acht Millionen Euro habe sich gelohnt. „Wir waren von seinen Qualitäten voll überzeugt. Marko hatte in Gladbach ja zuletzt kaum gespielt, und wir wussten, dass er erst am Anfang seiner Entwicklung steht“, erklärt der Werder-Boss. Die Defizite im taktischen Bereich und in der Defensivarbeit habe Marin aufgeholt, hat Allofs erkannt. Natürlich dürfe sich Marin nun nicht ausruhen und müsse weiter an sich und seinem Spiel arbeiten. „Doch es ist jetzt schon ein Genuss, ihm bei seinen Dribblings und seiner besonderen Art, Fußball zu spielen, zuzuschauen“, schwärmt Allofs.

Morgen, im Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05, will Marin wieder für die Bremer zaubern. Und er hat drei Wünsche: Drei Punkte für Werder, vielleicht selbst ein Tor schießen, aber bitte nicht schon wieder zur lästigen Dopingkontrolle . . .

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