Lukimya: „Ich gebe alles, um drin zu bleiben“

Zweikampf um eine freie Stelle

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Assani Lukimya (links) und Sebastian Prödl standen in dieser Saison schon mehrfach gemeinsam in Werders Innenverteidigung – künftig sind aber besonders diese Beiden harte Konkurrenten.

Bremen - Der Eine will wieder rein, der Andere nicht mehr raus. Zwischen Sebastian Prödl und Assani Lukimya bahnt sich ein spannender Zweikampf an. Die beiden Innenverteidiger balgen um einen Platz in Werder Bremens Innenverteidigung, die anderen Plätze in der Vierer-Abwehrkette scheinen erst mal fest vergeben zu sein.

Kapitän Clemens Fritz ist als Rechtsverteidiger gesetzt, auf der anderen Seite hat Neuzugang Santiago Garcia gleich bei seinem Bundesliga-Debüt überzeugt. „Er hat einen guten Eindruck gemacht“, lobt Sportchef Thomas Eichin den forschen Auftritt des Argentiniers im Nordderby beim Hamburger SV (2:0). Wenn Garcia so weitermacht, gehört ihm der Platz auf der linken Abwehrseite – und Luca Caldirola darf in Mitte bleiben. Dort, wo sich der Italiener ohnehin am wohlsten fühlt und wo er beim HSV stark aufspielte. Weil Trainer Robin Dutt gerne einen Linksfuß in der Innenverteidigung hat (und Caldirola ist Linksfuß), bleibt nur noch eine freie Stelle und die Frage: Prödl oder Lukimya?

Am Samstag hieß die Antwort Lukimya – und Prödl, bisher stets in der Startelf und von Dutt vor der Saison zum Abwehrchef ausgerufen, war „einigermaßen überrascht“. Nach der ersten Enttäuschung gab er sich gestern jedoch schon wieder kämpferisch und optimistisch. „Ganz klar: Nach einer solchen Situation muss ich im Training erst Recht Vollgas geben“, sagte Prödl und ergänzte mit Blick auf das Heimspiel am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg: „Im Fußball geht so vieles ganz schnell hin und her. Es kann für mich am Wochenende schon wieder ganz anders ausschauen. Ich darf mich nicht zurücklehnen, dann bin ich bald wieder dabei – und davon gehe ich aus.“

Lukimya wird seinen Platz aber ganz sicher nicht freiwillig räumen. Der 27-Jährige, der immerhin auch schon vier Anfangself-Einsätze vorweisen kann, betont: „Ich will drin bleiben, das ist das Ziel. Dafür werde ich alles geben. Ich fühle mich sehr gut, auch körperlich.“ Den gleichen Eindruck hat derzeit Sportchef Thomas Eichin von dem kantigen Kongolesen: „Assani ist sehr stabil und zweikampfstark, ein positiver Typ. Er gefällt mir richtig gut.“

Dass er in Hamburg den Vorzug vor Prödl bekam, war für Lukimya „eine schöne Belohnung“ – und zudem eine Bestätigung dessen, was Dutt ihm bereits vor dem Saisonstart mitgeteilt habe: „Der Trainer hat gesagt, dass er Luca, ,Basti‘ und mich auf einem ähnlichen Niveau sieht und Kleinigkeiten entscheiden, wer spielt. An meinem Einsatz sieht man, dass das ernst gemeint und nicht irgendeine Floskel war, um einen Spieler ruhig zu stellen. Ihm müssen bei mir diesmal ein, zwei Sachen mehr gefallen haben.“

Lukimya ist aber keiner, der sich nun hinstellt und einen Stammplatz bis in alle Ewigkeit für sich reklamiert. Im Gegenteil: Er empfiehlt seinem Coach sogar, den Konkurrenzkampf genauso hoch zu halten. Auf die Frage, ob er in der HSV-Aufstellung etwas ändern würde, wenn er Dutt wäre, antwortete Lukimya gestern mit einem breiten Grinsen: „Ich würde keinem eine Garantie geben, dass er wieder spielt. Damit keiner meint, dass er sich in der Trainingswoche auf die faule Haut legen kann.“

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Ihm selbst sei es völlig egal, mit wem er aufläuft. Drei Mal verteidigte er an der Seite von Prödl, in Hamburg gab es erstmals in einem Pflichtspiel die Kombination „Luki“ (Lukimya) und Luca (Caldirola). „Wir ergänzen uns ganz gut“, findet Lukimya: „Luca spielt den typischen italienischen Fußball. Er macht viel mit Auge, ist gut am Ball. Glückwunsch an die Verantwortlichen zu diesem Neuzugang. Da haben sie einen super Mann geholt.“ Aber auch mit Prödl hat Lukimya keine Probleme: „Wir kommen super miteinander klar, haben den nötigen Respekt voreinander. Das passt.“ · mr/ck

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